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Offiziell freigegeben: (v.li.) Stadtbauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus, Bürgermeister Falk Sluyterman und SPD-Stadtrat Friedrich Zeller vor der neuen Fahrrad-Abstellanlage oberhalb des Rößlekellerbergs.

Abstell-Anlage am Rößlekellerberg

Neue Radlständer schon voll besetzt

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Schon 2016 hatte sie der Stadtrat beschlossen, jetzt ist die neue Fahrrad-Abstellanlage oberhalb des Rößlekellerbergs endlich da. Schon nach den ersten Betriebstagen zeigt sich: Die 60 Plätze sind so heiß begehrt, dass mancher Schüler-Drahtesel weiter mit dem Zaun als Parkplatz vorlieb nehmen muss.

Schongau – Natürlich ließen es sich Bürgermeister Falk Sluyterman und SPD-Stadtrat Friedrich Zeller nicht nehmen, sich zur offiziellen Einweihung der neuen Radlständer selbst aufs Fahrrad zu schwingen. Das gab zum einen ein gutes Bildmotiv ab, zum anderen konnten sie die Anlage so gleich selbst einem Praxistest unterziehen. Doch das erwies sich als gar nicht so einfach, denn die Fahrradständer waren am Freitagmittag noch fast bis auf den letzten Platz belegt. Etliche Schüler waren auf dem morgendlichen Schulweg offensichtlich vor dem gleichen Dilemma gestanden und hatten ihre Fahrräder am Zaun abgestellt.

Dass die neu installierten 60 Plätze im Sommer kaum ausreichen würden, um den Bedarf zu decken, habe man freilich schon vorher gewusst, sagte Sluyterman. Denn viele Schüler, die aus dem Westen Schongaus zum Schulzentrum radeln, nutzen den kleinen Weg zwischen den Firmen Hoerbiger und Gustav Klein, um ihr Rad abzustellen und sich so auf dem Nachhauseweg den steilen Rößlekellerberg zu ersparen. Eine größere Anlage zu bauen, sei allerdings aus Platzgründen nicht möglich gewesen. „Wir haben das Maximum herausgeholt“, bestätigte auch Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus, der die Anlage geplant hat.

Die Idee dazu hatte die SPD gehabt. Ihr Antrag, den bis dato wild parkenden Fahrradfahrern eine vernünftige Alternative zu schaffen, war im Stadtrat Ende 2016 auf breite Zustimmung gestoßen. Unterschiedlicher Auffassung zeigte sich das Gremium allerdings bei der Frage, wie komfortabel die neue Anlage sein sollte. „Ich bin froh, dass wir uns für eine Überdachung entschieden haben“, sagte Sluyterman. Nur so sei man auch in den Genuss von Fördermitteln gekommen, erinnerte das Stadtoberhaupt. Immerhin stolze 50 Prozent der Gesamtkosten von 62 000 Euro übernimmt der Freistaat. Eigentlich hätte der Fahrradabstellplatz bereits im Herbst 2017 errichtet werden sollen, doch weil die Ausschreibung damals mangels Wirtschaftlichkeit aufgehoben werden musste, verzögerte sich das Projekt um ein halbes Jahr.

Aber das ist jetzt Schnee von gestern. Apropos Schnee: Weil viele Schüler selbst im Winter mit dem Fahrrad zur Schule kommen, hat man auch an die dunkle Jahreszeit gedacht. „Es wird noch eine LED-Beleuchtung installiert, die mit einem Bewegungsmelder funktioniert“, kündigte Blockhaus an. Lob gab es dafür von Friedrich Zeller. Das sei nicht nur für die Radfahrer von Vorteil, sondern biete auch Fußgängern, die den Weg nutzen, zusätzliche Sicherheit, betonte der SPD-Stadtrat. Überhaupt zeigte sich Zeller mehr als zufrieden mit der neuen Anlage. Die würde schließlich nicht nur mehr Komfort bedeuten, sondern auch einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, Fahrräder sicher absperren zu können, dann erlaubt der Papa auch, dass Sohn oder Tochter dort das teure und sichere Radl abstellt“, so Zeller.

Dass die neue Anlage bei den Jugendlichen ankommt, erfuhren Bürgermeister, Stadtrat und Stadtbauamtsmitarbeiter am Freitag aus erster Hand. „Die Fahrradständer sind echt cool“, lobte eine Gruppe Schüler, die sich gerade mit ihren Rädern auf den Heimweg ins Forchet machten. Und für alle, die morgens keinen Platz ergattern, erinnerte Martin Blockhaus daran, dass im Rahmen der Neugestaltung des Schulzentrums dort ebenfalls etliche Fahrradständer eingeplant seien. Schließlich seien E-Bikes auch bei den Jugendlichen im Kommen. „Da ist dann der Berg auch kein Problem mehr.“

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