Breitbandversorgung in Schongau: Die gelben Gebiete sind gut versorgt (30 Mbit/s im Download). Blau bedeutet weniger als 15 Mbit/s, Grün rund 16 Mbit/s.

Unterversorgte Gebiete

Ärger über langsames Internet in Schongau - so will die Stadt jetzt Abhilfe schaffen

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Die Internetversorgung in Schongau lässt zu wünschen übrig, auch wenn dies auf dem Papier anders aussieht. Auskunft über den Stand der Dinge gab jüngst Martin Blockhaus, Breitband-Pate des Schongauer Stadtbauamtes. Die CSU hatte Auskunft zum aktuellen Stand gefordert. Ab 2020 will man mit einem Masterplan loslegen.

Schongau – „Das Internet steht in Schongau zum Teil auf recht wackeligen Beinen“, formulierte es Kornelia Funke (CSU) eingangs dieses Tagesordnungspunktes. Immer wieder würden Beschwerden aus der Bevölkerung an die CSU herangetragen über die stark schwankenden und zum Teil völlig unzureichenden Internetverbindungen, heißt es im Antrag der CSU. Betroffen seien sowohl Unternehmer, als auch private Bürger.

„Das Thema beschäftigt die Verwaltung schon seit einigen Monaten“, so Bürgermeister Falk Sluyterman. Auf die konkreten Fragen der Stadträte ging dann Breitband-Pate Martin Blockhaus ausführlich ein. „Die Versorgungsqualität und die Geschwindigkeit ist das Geschäftsgeheimnis der einzelnen Unternehmen“, deutete er schon die Problematik an.

Die Stadtverwaltung habe jedoch Anfang des Jahres nochmals ein Markterkundungsverfahren gestartet für ein weiteres mögliches Förderverfahren. Anhand einer Karte zeigt sich: „Über 30 Mbit/s im Download sind es in Schongau fast überall“, so Blockhaus.

Als unterversorgte Gebiete werden einzelne Bereiche wie Römerstraße, Eichenfeld, südliche Colmarer Straße und nördliche Rösenaustraße dargestellt.

Nach diesen Werten sollte die Stadt recht gut versorgt sein, theoretisch. Aber auch der Verwaltung wird berichtet, „dass die Übertragungsgeschwindigkeiten von Vodafone vor allem in Stoßzeiten stark schwanken“, heißt es in der Ausführung der Verwaltung. Jeder Bürger sei da auch selbst gefordert, so Bürgermeister Sluyterman. Wenn Vertragsinhalte nicht eingehalten würden, müsse man sich beim Unternehmen melden. Auch er habe das Versorgungsunternehmen Vodafone dazu aufgefordert, seine vertraglichen Pflichten zu erfüllen und die Probleme zu beheben, habe auch mit einer Beschwerde bei der Bundesnetzagentur gedroht. Angeblich seien die angemahnten Auslastungsprobleme zwischenzeitlich behoben.

Grundsätzlich würden alle Förderprogramme ausgenutzt. Derzeit laufe das Programm „Glasfaseranschluss an Schulen für die Grund- und Mittelschule“. Und Martin Blockhaus stellte weitere Verbesserungen in Aussicht. „Ab 2020 können wir stabsmäßig mit einem Masterplan loslegen“, so der Breitband-Pate. Beim Breitbandbüro des Bundes ist dafür mittlerweile ein Antrag auf Förderung von Beratungsleistungen in Höhe von 50 000 Euro gestellt, förderfähig sind sogar 100 Prozent der Kosten. Sobald dann der Förderbescheid vorliegt, soll ein Büro aus Regensburg mit der Bearbeitung beauftragt werden. Dies beschloss der Stadtrat dann auch einstimmig.

Die bisher unterversorgten Gebiete im Stadtgebiet sollen aber parallel hierzu angebunden werden. Ein Büro wurde bereits mit der Planung beauftragt, die Stadt befinde sich im Moment „in der Markterkundung“.


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