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Nachts geöffnet: Die Schranke an der Zufahrt zum Lido. 

Aus dem Bauausschuss

Lido: Ärger über Schranken-Schlendrian

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Einmal mehr sorgen Fahrzeuge am Lido für Ärger. Natürlich müssen Rettungskräfte notfalls durchkommen – auch Beschäftigte am Lido dürfen fahren. Für viele Schongauer, etwa Mitglieder vom Segelclub, sei dies jedoch auch zur Gewohnheit geworden, hieß es im Schongauer Bauausschuss.

Schongau– Das Thema Fahrzeugverkehr am Lido war nur eine kleine Bemerkung am Rande des jüngsten Bauausschusses, aber nach dem Motto „Problem erkannt, Gefahr gebannt“ soll Bürgermeister Falk Sluyterman nun aktiv werden. „Wir wollten doch den Fahrzeugverkehr am Lido einschränken, aber ob Autos oder Bootsanhänger – dort herrscht reger Verkehr“, monierte Michael Eberle (CSU). Er sehe das problematisch, gerade an Tagen, an denen viele Besucher, kleine und große Gäste, am Lido seien, müsse man das dringend unterbinden. „Ich habe keine Idee, wie die Stadt das überwachen kann, aber wenn es keine Idee gibt, müssen wir sie entwickeln.“

Mit diesem Wortbeitrag trat der Stadtrat offene Türen ein. Der Rathauschef bestätigte die aktuelle Beobachtung und habe bereits mit Bootshaus-Pächter Günter Schultz darüber gesprochen. Eine dabei diskutierte Möglichkeit: eine neue, elektronische Schranke aufstellen. Wobei dies nicht unbedingt notwendig sei: „Die Leute, die dort fahren und es nicht dürfen, kenne ich persönlich, sie müssen angesprochen werden“, so der Bürgermeister, der auch konkret einen Namen nannte. Der angesprochene Schongauer veranstalte zwar Lido-Protestveranstaltungen und beanspruche naturnahen Raum für sich, halte sich aber selbst nicht dran, ärgerte sich Sluyterman in der öffentlichen Sitzung.

Eberle hinterfragte, ob eine elektronische Schranke wirklich sinnvoll sei. Mal abgesehen von den Kosten, sei diese für eine deutlich höhere Frequenz ausgerichtet, so der CSU-Stadtrat. „Ich weiß nicht, ob das notwendig ist.“

SPD-Stadträtin Ilona Böse erinnerte sich zurück an ihre aktive Zeit im Segelclub Schongau. Die Zufahrtsberechtigung sei sehr wohl klar geregelt. Man dürfe fahren von 8 bis 9.30 Uhr und nach 18.30 Uhr, nicht davor, nicht zwischen diesen Uhrzeiten. „Das Grundproblem ist, dass keiner mehr die Schranke zusperrt, da ist ein Schlendrian eingetreten“, monierte Böse. Bei ständig offener Schranke sei klar, dass es da gemütlich zugehe. Sie forderte mehr Disziplin. „Und Schultz hat als Pächter eine Vorbildfunktion – ausladen und wieder rausfahren!“ Statt einer teuren elektronischen Schranke brauche man eine schlichte Lösung. Seitens des Segelclubs gebe es die Haltung „wir dürfen das“, habe sie festgestellt. „Sie stehen stur aus Gewohnheit dort.“

Bürgermeister Falk Sluyterman nahm die Anregung mit. Noch für die aktuelle Saison soll eine vernünftige Lösung gefunden werden.

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