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Ihren ersten Vertretungstag für Bürger meister Falk Sluyterman am Donnerstag im Rathaus nutzte Vize-Bürgermeisterin Daniela Puzzovio dazu, einen möglichen Wirtschaftsempfang im Herbst weiter anzuschieben. Unterstützt wird sie von Harald Dinter (re.) und Hans Rehbehn. 

„Aktionskreis Altstadt“ hat viel vor

Schongau: Neue Projekte für Wirtschaft und Gewerbe

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Daniela Puzzovio setzt ihre Ankündigung, sich für Wirtschaft und Gewerbe einsetzen zu wollen, in die Tat um. Schongaus Vize-Bürgermeisterin hat zwei Projekte ins Leben gerufen. Noch heuer soll es einen Wirtschaftsempfang geben. Und zehn Mitstreiter arbeiten im „Aktionskreis Altstadt – über die Stadtmauern hinaus“ mit.

Schongau – „Man muss ja nicht alles neu erfinden, es ist Vieles schon gemacht.“ Mit einer guten Grundlage geht Daniela Puzzovio (ALS) an die Arbeit mit einem neuen Aktionskreis Altstadt. Bei einem Vortreffen mit den Stadtratskolleginnen Kornelia Funke (CSU) und Susanne Tischner (UWV) war schnell klar: Viele Ideen liegen noch vom alten Aktionskreis in der Schublade, den Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt ins Leben gerufen hatte. Und auch für das ISEK wurden viele neue Projekte genannt, optimalerweise auch mit Bürgerbeteiligung. Auf diesen Grundlagen will man nun aufbauen.

Zunächst einmal erweiterten die Damen den Kreis räumlich, denn es war klar, dass es etwas für ganz Schongau geben soll, eben „über die Stadtmauern hinaus“. Während Funke und Tischner den Tourismus und die Werbegemeinschaft Altstadt vertreten, wurden noch verschiedene Leute dazu eingeladen. 

Ergebnisse von fünf Handlungsfeldern

Zum Projektteam gehören Max Diegruber (als Hotelier), Markus Wohlhaupter (als Gastronom), Markus Enzensperger und Filippo Nicoletti (als zusätzliche Vertreter des Einzelhandels). Puzzzovio erweiterte die Einladung auch auf die Stadtratskollegen, und es kamen Janaina und Teresa Subiabre-Haseitl (beide Grüne), Alexander Majaru (SPD) und Hans Rehbehn (CSU) dazu. „Es freut mich, dass somit jede Fraktion vertreten ist“, so Puzzovio.

Ergebnisse von fünf Handlungsfeldern sollen schon bald sichtbar sein. Ein großes Feld ist die Stärkung von Einzelhandel und Gastronomie, dann die Aufenthaltsqualität am Marienplatz und anderen Plätzen sowie die Etablierung weiterer Feste, Märkte und kultureller Veranstaltungen.

Nicht weniger wichtig fand das Team das Leerstands-Management sowie die Arbeit am Image der Stadt. „Noch sind die Themen unser eigenes Wunschkonzert, doch schon in den nächsten Treffen werden wir aus den Ideen Konzepte machen und überprüfen, wie die Machbarkeit ist“, so Puzzovio. 

„Wir werden das selbst anpacken“

Verraten möchte sie noch nichts, nur so weit, dass man für jedes der fünf Felder bereits zwei Themen auf der Liste hat, die kurzfristig umgesetzt werden können, und eines, das noch etwas mehr Vorbereitung benötigt. „Es kann schon sein, dass bei der näheren Betrachtung noch das ein oder andere Thema rausfällt, weil es doch nicht umsetzbar ist“, so Puzzovio über den Prozess. Aber schließlich solle es auch konkret werden: „Wir wollen das nicht einfach an die Stadt übergeben, sondern werden das selbst anpacken.“

Das Projekt Leerstand will die Vize-Bürgermeisterin größtenteils mit Unterstützung der Schongauer Stadtverwaltung angehen. Sie wolle Kontakt aufnehmen und gemeinsam mit den Eigentümern auswerten, was sie sich vorstellen: Wie sieht der Wunschmieter aus? Wird vielleicht ein Käufer gesucht? 

Leerstandsmanagement

„Ich will sehen, wo und wie man helfen kann; im Hintergrund ist dabei auch immer das Einzelhandelskonzept.“ Auch über Wettbewerbe könne man Anbieter suchen, ist Puzzovio überzeugt.

Das Leerstandsmanagement ist sonst die Aufgabe eines Wirtschaftsförderers, den es in Schongau bekanntlich derzeit nicht gibt. Und den Puzzovio auf keinen Fall ersetzen will und kann. „Schließlich mache ich das ehrenamtlich im Rahmen meiner Kapazitäten und muss auch noch mein Geld verdienen.“ 

Sie hofft darauf, dass die Stelle des Wirtschaftsförderers vielleicht schon im kommenden Jahr wieder besetzt werden kann. Nach der Kündigung von Maike Petro im vergangenen Jahr war die Stelle freigeblieben (wir berichteten mehrfach).

Wirtschaftsempfang im Herbst

Ein Wirtschaftsförderer wäre auch derjenige, der eigentlich das Feld „Wirtschaft und Gewerbe“ beackert. Die großen Unternehmen sind in Schongau ohnehin Chefsache, darum kümmert sich Bürgermeister Falk Sluyterman persönlich. 

Ansprechpartner für die kleineren Unternehmen möchte nun Daniela Puzzovio sein. Für das Projekt „Wirtschaft und Gewerbe“ hat sie sich zwei Mitstreiter gesucht: Harald Dinter als Vorsitzender des „Bund für Selbständige“ in Schongau und Hans Rehbehn (CSU). 

Schon bei einem ersten Treffen war klar, dass man schon bald wieder einen Wirtschaftsempfang auf die Beine stellen möchte. Obwohl vorbereitet, war dieser im vergangenen Jahr dann wegen der Kündigung Petros ganz kurzfristig ausgefallen. 

„Wir wünschen uns, dass wir es schaffen, diesen Herbst noch einen Wirtschaftsempfang durchzuführen“, so Puzzovio. Hierfür traf man sich am gestrigen Donnerstag bereits ein zweites Mal, um den Plan zu konkretisieren. Die tourismusfördernden Themen, die dem Team eingefallen waren, werden an den neuen Referenten Kultur und Tourismus übergeben.

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