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„Früh übt sich, wer ein Feuerwehrler werden will“ – Beim diesjährigen Jugendwehrfeuertag in Peiting hatten die Jugendichen ausreichend Gelegenheit dazu.

Aktionswoche

Die Jugend für die Feuerwehr gewinnen

In ganz Bayern läuft ab 16. September eine Kampagne zur Gewinnung aktiver Mitglieder für die Jugendfeuerwehren. Auch im Landkreis Weilheim-Schongau sind Aktionen geplant – unter dem Motto „Finde ein Feuer“. Von den 53 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis haben inzwischen 30 eine Jugendgruppe.

Weilheim-Schongau – „Wir sind auf den Nachwuchs in den Jugendfeuerwehren angewiesen, sie sind unsere Zukunft“, betonen Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta und Kreisjugendwart Bastian Eiter. Derzeit gibt es im Landkreis rund 300 Burschen und Mädchen (im Alter von zwölf bis 18 Jahren), die sich einer Jugendfeuerwehr angeschlossen haben. „Der Anteil der Mädchen liegt bei knapp zehn Prozent und könnte durchaus etwas höher sein“, meint Kreisjugendwart Bastian Eiter.

Die durchschnittliche Mannschaftsstärke der Feuerwehrjugendgruppen im Landkreis liegt bei zehn, es gibt aber auch größere Gruppen mit über 20 „Mann“, z.B. in Weilheim, aber auch Steingaden ist stark vertreten.

Wie kann man Jugendliche für die Feuerwehr gewinnen? „Oftmals fehlt der letzte Impuls, nur ein kleiner Anstoß“, erklärt der Kreisjugendwart. Und er kann bestätigten: „Die meisten Jugendlichen, die sich der Feuerwehr angeschlossen haben, sind gerne dabei.“ Sie nehmen aber nicht nur an Übungen teil, sondern für sie wird alljährlich auch ein Wissenstest sowie ein Feuerwehrjugendtag veranstaltet. Hinzu kommen Ausflüge, ein Besuch der Feuerwehr-Schule usw.

Der Landesfeuerwehrverbands weist alle Jugendlichen im Internet auf die Aktion #findeeinfeuer hin, die auf die verschiedene Grundmotivation der jungen Leute abzielt, zur Feuerwehr zu gehen. So motiviert den Einen der Ausblick auf körperliches Auspowern, einen anderen wiederum eher der Gedanke an eine starke Gemeinschaft oder der soziale Anspruch, anderen zu helfen.

Zentraler Anlaufpunkt für die Kampagne ist die Website www.ich-will-zur-jugendfeuerwehr.de. Über einen gut sichtbaren und immer verfügbaren Button, kann jede/r Interessierte schnell und ohne großen Aufwand zu „seiner/ihrer“, dem Wohnort am nächsten gelegenen, Feuerwehr Kontakt aufnehmen. Auch die Kampagnenideen sind dort zu finden. Die „Point of View“-Videos beleuchten aus der subjektiven Sicht des Protagonisten das Leben bei der Feuerwehr. Schnelle Schnitte, wie kleine Musikclips inszeniert, sprechen die Zielgruppe direkt an.

Die YouTube-Clips „Mach‘s Feuerwehrstyle“ zeigen in kurzen, schnellen Sequenzen, wie der eigene Alltag durch die Mitgliedschaft bei der Jugendfeuerwehr mehr Spaß machen kann. Einige Folgen wurden hier als Anregung vorproduziert, Ziel ist es aber, dass so viele Filmchen wie möglich von den Feuerwehren selbst gedreht und auf Facebook gepostet und geteilt werden. Nicht professionell, sondern bewusst „selfmade“, direkt aus dem Alltag, für jeden realisierbar.

Weitere Ideen finden in einer Plakatkampagne Platz, die zum Sprüche klopfen einlädt: „Alle stehen auf dem Schlauch, nur nicht Matze, der .... die Katze“. In einem Lückentext können eigene Ideen eingebracht werden.

Der Kreisfeuerwehrverband Weilheim-Schongau freut sich zusammen mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern darauf, „mit dieser Kampagne auch online die starke Gemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehren zu präsentieren“.

Von Michael Gretschmann

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