Lieferwagen rast in Menschenmenge in Barcelona - Mehrere Verletzte

Lieferwagen rast in Menschenmenge in Barcelona - Mehrere Verletzte
+
Rettung geglückt – schon wieder: Der Schongauer Josef Feiler (mit Hut) mit dem freigesägten und sicher verpackten Mosaik. 

Das aktuelle Interview mit Josef Feiler

„Es war einfacher als in Schongau“

  • schließen

Josef Feiler hat sich vergangenes Jahr mit der Rettung der Cobi-Reiser-Bilder an der Schongauer Grundschule unsterblich gemacht. Doch das komplizierte Projekt scheint dem Schongauer Handwerker, der sonst in seinem Geschäft eher rustikal zu Werke geht, ein neues Geschäftsfeld eröffnet zu haben: Er wurde kürzlich nach Germering gerufen, um erneut ein Kunstwerk zu retten.

Schongau – Dieses Mal ging es um den Künstler Josef Dering. Eine Stiftung hatte wie in Schongau Geld gesammelt, um die Rettung in letzter Sekunde zu ermöglichen.

Herr Feiler, sie mussten erneut als Retter auftreten. Was war passiert?

Josef Feiler: Wir sind angerufen worden, um ein Mosaik zu retten. Ein Seniorenheim sollte abgerissen werden, und da war das Kunstwerk ähnlich wie in Schongau auf die Mauer aufgebracht. Offenbar hatte eine

andere Firma vorher schon ihr Glück versucht, es aber nicht geschafft.

Wie sind die Germeringer eigentlich auf Sie gekommen? Haben Sie Artikel über die Cobi-Reiser-Rettung im Internet gesehen?

Josef Feiler: Sie haben gehört, dass in einer Fachzeitschrift über die Cobi-Reiser-Rettung geschrieben worden ist. Den Artikel haben die Verantwortlichen in Germering offenbar gelesen und uns danach sofort kontaktiert.

Wie sind die Arbeiten gelaufen? War es ähnlich wie in Schongau?

Josef Feiler: Ich muss zugeben, dass es viel einfacher war. Das Mosaik war nur ungefähr 2,5 auf 1,2 Meter groß und zwei Tonnen schwer, also größer als die Tiermosaike, aber viel kleiner als das Schongauer Reiser-Uhrenbild.

Wollen Sie sich bald ganz auf die Rettung von Kunstwerken verlegen?

Josef Feiler: Nein, wir machen natürlich normalerweise andere Sachen. Aber ich fände es schade, wenn so ein Kunstwerk einfach verschwindet. Der Künstler hatte sich damals schließlich viel Mühe gegeben. Das Mosaik wird jetzt wie in Schongau zwischengelagert und soll in den Neubau des Pflegeheims integriert werden. So bleibt es der Nachwelt erhalten. Es freut mich, dass sich Leute dafür engagieren.

Auch die neuerliche Rettung wird publik gemacht. Rechnen Sie mit weiteren Aufträgen, vielleicht aus ganz Deutschland?

Josef Feiler: Das kommt darauf an. Ich werde dafür sicher keine Werbung machen. Aber wenn eine Anfrage kommt, würde ich mir das sicher anschauen und wieder tätig werden...

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unfall durch waghalsiges Überholen
Wegen eines gefährlichen Überholmanövers hat ein 32-jähriger Steingadener einen Unfall mit zwei Verletzten verursacht.
Unfall durch waghalsiges Überholen
Der Wahlkreis ist geschrumpft
Alexander Dobrindt (CSU) führt die Liste der Direktkandidaten für die Bundestagswahl am 24. September im Wahlkreis Weilheim an. Den Bundesverkehrsminister aus Peißenberg …
Der Wahlkreis ist geschrumpft
Mord im Idyll und Herz für die Heimat
Nach fast vier Jahren Pause ermitteln Gerhard Weinzirl und Evi Straßgütl wieder – und entdecken im neuen Krimi von Nicola Förg ihr „Heimatherz“. Der 10. Fall des …
Mord im Idyll und Herz für die Heimat
Totholz in Ammer wird fast nie entfernt
Die Ermittlungen nach dem tödlichen Kajak-Unglück in der Ammer nahe Rottenbuch dauern an. Die Frage ist: Kümmert sich jemand um das Totholz, das dem 65-jährigen …
Totholz in Ammer wird fast nie entfernt

Kommentare