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Die beiden Forsthäuser in der Lechvorstadt 16 und 18 in Schongau sind jetzt bewohnbar gemacht worden. Anfang März sollen bereits die ersten Flüchtlingsfamilien einziehen. Die Bewerber stehen schon Schlange.

Wohnungspakt Bayern in Schongau

Alte Forsthäuser: Wohnungen bezugsfertig

Die seit acht Jahren leerstehenden Gebäude des ehemaligen Forstamtes Schongau in der Lechvorstadt wurden durch das Staatliche Bauamt Weilheim in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bommersbach aus Schongau im Rahmen des Wohnungspakts Bayern zu familiengerechten Wohnungen umgebaut und jetzt offiziell übergeben.

Schongau – „Für knapp 500 000 Euro sind sechs Wohneinheiten mit Größen zwischen 66 und 100 Quadratmetern für maximal 34 Mieter entstanden“, rechnete Peter Aumann, Hochbau-Bereichsleiter beim Staatlichen Bauamt in Weilheim, vor. Alle Wohnungen seien mit eigenen Bädern und Küchen ausgestattet. Fünf der sechs Wohnungen verfügen darüber hinaus über zur privaten Nutzung zugeordnete Balkone oder Terrassen. Hinzu kommt: Alle Wohneinheiten partizipieren an dem großen Garten am Hochufer des Lechs.

Die Belegung der Wohneinheiten erfolgt durch die Regierung von Oberbayern. „Daneben steht der Stadt Schongau ein Teilbelegungsrecht von 30 Prozent der vorhandenen Plätze für eigene Bedürftige zu“, teilte Aumann mit. Die Erstbelegung werde voraussichtlich zum 1. März erfolgen.

„Wir sind froh, dass die Regierung ihre eigenen Liegenschaften für die Flüchtlingsunterbringung hernimmt“, freut sich Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Sie ist voll des Lobes, was aus den beiden Forsthäusern geworden ist. „Als wir vor zwei Jahren von außen durch die Fenster in das Gebäudeinnere schauten, war das kein schöner Anblick“, verrät die Landrätin.

Bei der Übergabe der Wohnungen. Von links Architekt Siegfried Bommerbach, Demet Tekin von der Regierung von Oberbayern, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman und Peter Aumann vom Staatlichen Bauamt Weilheim.

Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman räumte ein, dass bei ihm zuerst eine gewisse Skepsis herrschte, als es darum ging, die Forsthäuser mit Flüchtlingen zu belegen. Man habe aber die Not erkannt, und jetzt gehe es darum, möglichst anerkannte Asylbewerber aus Schongau und andere Bedürftige aus der Stadt unterzubringen. „Wir haben der Regierung bereits vier Familien vorgeschlagen“, fügte Kurt Konrad vom Schongauer Wohnungsamt hinzu.

Peter Aumann vom Staatlichen Bauamt Weilheim sprach von einer „Win-win-Situation“ für beide Seiten. Er dankte der Stadt Schongau für das offene Ohr und den Schulterschluss.

Vier Wohnungen mit je 66 Quadratmetern sind im ersten Gebäude untergebracht, die zwei großen Wohnungen mit je 100 Quadratmetern im zweiten (hinteren) Gebäude.

Zusammen mit seiner Frau Carola hat der Schongauer Architekt Siegfried Bommersbach im vergangenen Jahr das Sanierungskonzept entwickelt. Die Räume sind hell gestaltet und strahlen eine wohnliche Atmosphäre aus.

An Bewerbern für die Belegung der neuen Wohnungen fehlt es nicht. Auch Hans Helwig, der in Herzogsägmühle in der Herberge lebt, hat Interesse. Von ihm kommt der Vorschlag, dass Flüchtlinge und Deutsche auch eine Wohngemeinschaft eingehen sollten – also ein Pilotprojekt.

Das staatliche Sofortprogramm für den Wohnungspakt in Schongau ist vorerst auf zehn Jahre ausgelegt.

Michael Gretschmann

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