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Der siebenjährige Maxim mit seinem Vater Jürgen Kling beim Einüben des Schulwegs – hier auf der Augsburger Straße in Schongau.

Am Dienstag geht die Schule wieder los

Maxim macht sich fit für  den Schulweg

„Eltern von Abc-Schützen sollten schon vor Schulbeginn geduldig und intensiv mit ihren Kindern den Schulweg üben.“ So sieht es das Landratsamt Weilheim-Schongau vor und gibt hilfreiche Tipps für das richtige Trainieren der Strecke.

Schongau – Auch der siebenjährige Maxim Kling aus Schongau bereitet sich gemeinsam mit seinen Eltern auf den künftigen Schulweg vor. Von der Haustüre in der Barrenfeldstraße geht es auf der Augsburger Straße weiter geradeaus. Die Verkehrskreuzung am Maxtor wird durch die Unterführung überwunden. Nun gilt es, der Marktoberdorfer Straße zu folgen, bis links auf die Fanschuhstraße abgebogen werden kann. Dort befindet sich das Gelände der Staufer Grundschule in Schongau. Das Ziel ist erreicht.

Diesen Weg wird der Erstklässler Maxim Kling ab 12. September jeden Tag zurücklegen. Viele Hürden und Gefahren verstecken sich auf der 1,4 Kilometer langen Strecke, die eine Gehzeit von etwa 20 Minuten erfordert. Das Üben mit dem Kind ist deswegen von größter Wichtigkeit.

„Dreimal üben wir gemeinsam mit Maxim seinen Schulweg“, erzählen Mutter Natalia und Vater Jürgen Kling. Es ist nötig, morgens und mittags unterwegs zu sein, um unter möglichst realen Bedingungen zur trainieren und zu lernen, auf den Berufsverkehr zu achten.

Der Vorteil ist, dass der Erstklässler die Strecke bereits kennt. Zum einen liegt der ehemalige Kindergarten Mariae Himmelfahrt, den Maxim besuchte, auf halbem Wege. Zum anderen nimmt der Siebenjährige seit zwei Jahren an einem wöchentlichen Sprachkurs teil, der immer in der Grundschule Schongau stattfindet.

Trotzdem ist Vorsicht geboten, weshalb Maxims Eltern ihren Sohn noch mehrere Wochen nach Schulanfang begleiten werden. „Mein Mann wird ihn, bevor er in die Arbeit geht, zur Schule bringen, und ich werde Maxim mittags wieder abholen und gemeinsam mit ihm nach Hause gehen“, so Natalia Kling.

Vielleicht bietet sich in nächster Zeit auch die Möglichkeit für den Erstklässler, zusammen mit Schulfreunden oder Kindern aus der Nachbarschaft seinen Schulweg zu gehen.

Während des Übens der Strecke ist es wichtig, den Schulkindern Tipps zu geben, um ihnen nahezubringen, auf was sie besonders Rücksicht nehmen müssen. Für Maxim gilt: Auf den Straßenverkehr achten, vor dem Überqueren der Straße nach links und rechts schauen und nicht rennen. Außerdem betont seine Mutter, sich zu konzentrieren. „Manchmal ist Maxim ein bisschen verträumt, doch beispielsweise beim Fahrrad fahren schaut er schon sehr gut auf den Verkehr“, berichtet sie.

Damit Verkehrsteilnehmer auch auf den Siebenjährigen aufmerksam werden, ist er mit einer neongelben Warnweste und Leuchtstreifen am Schulranzen ausgestattet.

„Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Maxim gut in der Schule und auch wieder zu Hause ankommt. Ich bin zuversichtlich und mir ganz sicher, dass er das gut hinbekommen wird“, sagt Natalia Kling.

Außerdem betont das Landratsamt Weilheim- Schongau ausdrücklich: „Lieber einen längeren Schulweg nehmen, wenn er sicherer ist.“

Miriam Schäfer

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