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Bis heute Abend soll am Marienplatz alles fertig aufgebaut sein. 

Am Donnerstag beginnt in Schongau der Weihnachtsmarkt

„Bitte Präsenz zeigen“

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Mit etwas gemischten Gefühlen geht Hermann Gleich, Organisator des Schongauer Weihnachtsmarkts, an den Aufbau der Buden. Zwar sei es weit und breit der schönste Markt, aber er habe Schwierigkeiten, Händler nach Schongau zu bringen. Doch das Programm steht und kann sich sehen lassen.

Schongau– Der traditionsreiche Schongauer Weihnachtsmarkt startet heuer am Donnerstag, 6. Dezember, und dauert bis Sonntag, 16. Dezember. Er ist damit kürzer als in den vergangenen Jahren. Organisator Hermann Gleich begründet dies unter anderem mit dem schlechten Marktverlauf im vergangenen Jahr: „Da haben wir Pech gehabt, an elf von 18 Tagen war schlechtes Wetter – das tut weh.“ Was für Gleich ebenfalls bitter ist: „Es sagen viele Händler ab, sie sagen, es rentiert sich nicht, die Schongauer kaufen nichts.“ Es sei das leidige Thema wie überall auf den Märkten. Die Leute kämen, würden nur schauen, und dann im Internet kaufen. „Ich weiß nicht, was ich falsch mache, ich weiß nicht, was ich besser machen soll“, ist Gleich etwas ratlos. Und offen für Impulse: „Wenn ich einen Beitrag leisten kann, mache ich alles mit.“

Unterkriegen lassen will er sich nicht, der Peitinger hat die Ärmel hochgekrempelt und wieder jede Menge auf die Beine gestellt, denn es geht ja schließlich um den Schongauer Weihnachtsmarkt, „meiner Meinung nach weit und breit der schönste“, so Gleich, „zumindest was die Beleuchtung, die Aufmachung und den Flair der Stadt anbelangt.“

Aufgebaut werden knapp 30 Buden, heute Abend soll alles stehen. Diesmal ist ein neuer Fellhändler da. Besonders gut gefällt Gleich das Angebot handgefertigter Künstler-Postkarten. Weihnachtlicher Baumschmuck wird ebenso angeboten wie Raritäten eines Hornschnitzers. Ein Holzbildhauer baut einen eigenen Krippenstand auf, und auch der Olivenholz-Schnitzer ist wieder da.

Das Rahmenprogramm ist längst festgezurrt, jeden Tag gibt es Live-Musik. Die Jugendblaskapelle der Musikschule ist gebucht (Donnerstag, 6. Dezember), die Peitinger Alphornbläser (Sonntag, 9. Dezember) oder auch die Knappschafts- und Trachtenkapelle Peiting (Freitag, 14. Dezember). Unter der Woche ist jeweils ab 18 Uhr musikalisches Programm, an den Wochenenden früher. Parallel zum Markt gibt es verschiedene Veranstaltungen im Ballenhaus oder der Stadtpfarrkirche. Und die Pferdekutschenfahrten sind wie immer kostenlos, am 8. Dezember kommt der Nikolaus.

Geöffnet ist Montag bis Freitag von 16 bis 20.30 Uhr und an den Wochenenden von 14 bis 20.30 Uhr – wenn es gemütlich ist, jeweils auch etwas länger. Dazu passend haben viele Geschäfte in der Altstadt an den Adventssamstagen bis 17 Uhr geöffnet. Auf diese Uhrzeit hatten sich die Mitglieder der Werbegemeinschaft Altstadt zuletzt geeinigt. Gleich wünscht sich nicht nur ein gutes Miteinander mit der Geschäftswelt, sondern auch die Präsenz der Schongauer. „Ich würde mich freuen, wenn die Besucher kommen zum Feierabend, einen Glühwein trinken und mit dem Nachbarn oder dem Kollegen einen Small Talk halten“, so der Peitinger. „Denn nach Regen kommt Sonne“, sagt er. Wäre nicht Schnee besser? Nein, „minus 2 Grad und von oben trocken, dann friert es die Damen nicht so schnell und die Herren trinken noch einen Glühwein.“

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