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Eines der wenigen neuen großen Wohnbauprojekte im Ort war zuletzt der neue Schächen in der Ortsmitte. Es entstanden 29 barrierefreie Wohnungen, eine Tiefgarage und Geschäfte. 

Serie zur Ortsentwicklung (9) 

Am Rigi explodieren die Baulandpreise

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Hohenpeißenberg.

Hohenpeißenberg – „Wir wünschen uns weiterhin einen moderaten Zuzug, um die örtliche Infrastruktur nicht zu überfordern“, erklären die Verantwortlichen der Gemeinde Hohenpeißenberg um Bürgermeister Thomas Dorsch.

Junge Familienund Senioren

Wie alle anderen Kommunen auch freut sie die Gemeinde am Bayerischen Rigi über den Zuzug junger Familien. Und die Senioren sehen die Verantwortlichen in dem beliebten gut 3800 Einwohner zählenden Erholungsort, der lange Zeit vom Bergbau lebte, ebenfalls gut aufgehoben. „Diverse Angebote für Senioren sind vorhanden“, heißt aus dem Rathaus. Genannt wird dabei explizit „der soziale Treffpunkt im Schächen“.

Einheimische

Zurzeit ist kein neues Einheimischenmodell in Hohenpeißenberg in Aussicht. Ein Modell für junge, einkommensschwache Familien war aufgelegt worden, die Plätze seien nun aber zum Großteil vergeben, heißt es von der Gemeinde.

Baulandund Verdichtung

Größere Baulandausweisungen sind zurzeit und auch in näherer Zukunft nicht vorgesehen. Primär setzen das Rathaus und der Gemeinderat auf die innerörtliche Nachverdichtung. Baulücken sollen, wenn möglich, im gesamten Ortsbereich geschlossen werden. Die Nachfrage ist enorm, denn das hoch gelegene Hohenpeißenberg ist bekannt für den einzigartigen Ausblick in die Alpen: „Die Baulandpreise richten sich gerade in unserem Ort nach der Wohnlage“, weiß Kämmerin Martina Rauch, die eine „extreme Erhöhung der Baulandpreise“ beobachtet. Laut Bodenrichtwertliste des Gutachterausschusses des Landkreises kostete der Quadratmeter Baugrund im Ort zum 31. Dezember 2016 zwischen 240 und 300 Euro. Mittlerweile dürften die Preise weiter angestiegen sein. Die Gemeinde selbst plant aktuell keine Veräußerung von Grundstücken, „das wird im Einzelfall im Gemeinderat entschieden“, erläutert die Kämmerin.

Infrastruktur

Das Wachstum der Gemeinde ist gering, größeren Handlungsbedarf bei der Infrastruktur sieht die Verwaltung im Rathaus daher nicht. Alle Bereiche seien der geplanten Entwicklung angepasst, heißt es.

Gewerbeansiedlung

Die Flächen für neues Gewerbe sind in dem Erholungsort ebenso knapp bemessen wie Baugrundstücke, die Gemeinde möchte den Einheimischen ihre Wünsche aber möglichst erfüllen: „Es wird versucht, ansässigen Betrieben Flächen zur Verfügung zu stellen.“

Teil 8: Hohenfurch

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