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Frisch gedruckte Werbeplakate weisen auf das Erlebnis Lechflößerei hin. Vor Ort informiert sich Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman bei „Captain“ Hans Hartung über das Projekt.

Am Schongauer Lido

Jetzt geht‘s los: Mit dem Lechfloß auf historische Fahrt

Nächste Woche wird das erste Mal das Kommando „Leinen los“ für das neue Lechfloß am Schongauer Lido ertönen. Die Vorbereitungen dafür hat Projektleiter und „Captain“ Hans Hartung in den vergangenen Monaten erledigt. Alles ist trockenen (Bade-)Tüchern. Nach der offiziellen Einweihungsfahrt am 3. August sticht das Lechfloß an an den folgenden Wochenenden im August und September in See. Es liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor.

Schongau – Die Vorstellung einer Floßfahrt auf den Spuren der Schongauer Flößer hatte Hans Hartung schon lange. Stück für Stück hat er darauf hingearbeitet, um dafür alle Hürden zu überspringen und die erforderlichen Genehmigungen für das Projekt zu bekommen. Kein leichtes Unterfangen, aber Hartungs Leitspruch aus seiner militärischen Zeit hat sich einmal mehr bewahrheitet. „Steter Tropfen nässt die Hose“, so Hartungs Credo. Für die Monate August und September hat er jetzt die Genehmigungen in der Tasche, mit dem historisch nachgebauten Fernhandelsfloß auf Tour zu gehen. Weil eine Öse an einer Boje abgerissen war, hatte sich das Floß vor einigen Tagen selbstständig gemacht, konnte aber mit Hilfe der Wasserwacht wieder an den Anlegeplatz zurückgebracht werden.

Bürgermeister Falk Sluyterman hat das neue Lechfloß am Lido bereits besichtigt. Dabei wurde er vor Ort von Hans Hartung in das Programm eingewiesen. Zwei Monate lang werden die Fahrten des Nachbaus eines historischen Fernhandelsfloßes am Schongauer Lechsee starten und entlang des linken Ufers flussaufwärts Richtung Litzauer Schleife gehen. Die Gäste werden dazu eingeladen, bei ihrer Fahrt die Geschichte der Flößerei hautnah mitzuerleben.

Mit dabei werden Stadtführer sein, die während der Fahrten viel über die Geschichte der Floßfahrten, aber auch über die Natur am Lech zu erzählen wissen. Dabei geben sie spannende Einblicke in das entbehrungsreiche Leben der Flößerfamilien und vor allem über die gefährlichen Fahrten der Flößer selbst. Darüber hinaus erfahren die Gäste viel Interessantes in Sachen Lebensraum am Fluss.

Bei der beschaulichen Fahrt wird den Gästen die ganze Vielfalt der voralpinen Landschaft am Lech gezeigt. Die Erklärungen können per Audiosystem und Kopfhörer, die bei Fahrtantritt kostenlos angeboten werden, von jedem Gast mitverfolgt werden. Die Dauer der Fahrt wird ungefähr eineinhalb Stunden betragen. Start ist am Bootshaus. Nicht zu übersehen ist dort die große metallene Flößerfigur auf den Holzrundlingen, bei der der Treffpunkt ist. Von dort aus geht es am linken Lechufer bis zum Flusskilometer 132,2 bei der Rossau, wo gewendet wird. Von dort aus fährt man flussabwärts wieder Richtung Bootshaus zurück. Alles ohne Remmidemmi, der kulturelle Hintergrund steht bei diesem Unternehmen quasi im Vordergrund.

Die Jungfernfahrt ist am Donnerstag, 3. August, für geladene Gäste vorgesehen. Mit an Bord wird auch der Schongauer Stadtpfarrer Norbert Marxer sein, der die Einweihung des Floßes vornehmen wird. Jeden Samstag und Sonntag in den Monaten August und September wird „Captain“ Hans Hartung oder einer seiner sieben Floßführer jeweils um 10.30 und 14.30 Uhr auf Fahrt gehen. Auf dem Floß ist Platz für jeweils 36 Personen.

Die Kosten für die interessante Tour wird für Erwachsene 15 Euro, für Kinder von sechs bis 15 Jahren 10 Euro betragen. Selbstverständlich können zusätzliche Fahrten auf Anfrage vereinbart werden. Anmeldung und weitere Informationen bei der Tourist-Info unter 08861/214181 oder www.schongau.de.

Hans-Helmut Herold

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