+
Ganz vorsichtig zieht sich der Wasserwachtler bei der Übung über das Eis, bis er zum Eingebrochenen gelangt ist.

Am Schongauer Stausee

Wasserwacht übt auf ganz dünnem Eis

In den vergangenen Tagen war das Eis genau richtig, das heißt passgenau für eine Übung der Wasserwacht Peiting/Schongau auf dem Schongauer Stausee.

Peiting/Schongau –  Am Tag zuvor, als der Einsatzleiter Christian Rzepka die Eisbeschaffenheit testete, brach er schon nach 15 Metern ein – jetzt, nach einer kalten Nacht, mussten die Wasserwachtler schon 100 Meter weit bis zur Mitte des Stausees laufen, um einzubrechen.

Das war ja auch der Sinn der Übung, zeigte aber auch wieder, wie schnell sich die Eisbeschaffenheit am Lech ändert. Geübt wurde die schnelle Rettung. Von der Wasserwachtgarage starteten die Wasserretter, zogen sich im Einsatzfahrzeug die Neoprenanzüge an und pumpten schon das Eisrettungsgerät, das wie eine stabile Luftmatratze mit Gurten aussieht, auf und waren unter zehn Minuten am Einsatzort.

Gesichert mit Seilen, spurtet der Retter mit dem Eisrettungsgerät übers Eis zum Verunglückten. Kann er nicht mehr laufen, weil das Eis zu dünn wird, legt er sich auf den Eisrettungsschlitten und zieht sich mit Eispickel vorwärts. Sollte dieser auch einbrechen, ist das nicht so schlimm, da er ja auf dem schwimmenden Schlitten liegt und sich paddelnd bis zum Verunglückten bewegen kann. Dieser kann sich dann am Gerät festhalten oder wird vom Wasserretter auf den Schlitten gezogen. Die Sicherungsmannschaft an Land zieht nun beide übers Eis an Land.

Jeder Wasserwachtler durfte sich nun einmal als Retter und einmal als Opfer versuchen. Bei dem schönen Winterwetter war sogar das ein Vergnügen. Durch den Schwellbetrieb am Stausee schwankt der Wasserstand sehr. Dadurch bekommt das Eis Risse und die Eisdicke schwankt sehr stark. Damit ist der Lech für Eissportler und Spaziergänger kein sicheres Gebiet. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Extremsportler berichtet in Schongau von abenteuerlicher Tour: Bis zu 17 Stunden am Stück im Sattel
In 97 Tagen mit dem Rennrad von Alaska nach Feuerland. Jonas Deichmann hat damit einen  Weltrekord  aufgestellt. Davon hat er jetzt in Schongau berichtet.
Extremsportler berichtet in Schongau von abenteuerlicher Tour: Bis zu 17 Stunden am Stück im Sattel
„Alpenbus“ startet frühestens Ende 2021
In Sachen „Alpenbus“ geht einiges voran. Bei einem Treffen der beteiligten Landräte wurde vereinbart, den MVV mit der Grobkonzeption zu beauftragen. Bis der Expressbus …
„Alpenbus“ startet frühestens Ende 2021
Über Nacht: Stadt sperrt Badestege an beliebtem See - Ministerpräsident Söder soll‘s richten
In Weilheim wurden am Dietlhofer See die Stege aus haftungsrechtlichen Gründen abgesperrt. Die Badegäste sind entsetzt - und machen sich über die Entscheidung des …
Über Nacht: Stadt sperrt Badestege an beliebtem See - Ministerpräsident Söder soll‘s richten
Bayernpartei will Einreiseverbot nach Bayern für Habeck - jetzt gibt‘s den nächsten Eklat
Grünen-Chef Robert Habeck soll in Peißenberg auftreten - was die Bayernpartei per „Einreiseverbot“ verhindern will. Jetzt gibt‘s den nächsten Eklat um den Auftritt.
Bayernpartei will Einreiseverbot nach Bayern für Habeck - jetzt gibt‘s den nächsten Eklat

Kommentare