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Schulbeste: Rebecca Hoffmann sahnte insgesamt 848 Punkte ab.

Abitur am Welfen-Gymnasium Schongau  

Dreimal die Traumnote 1,0

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Gleich drei Abiturienten des Schongauer WelfenGymnasiums haben sich mit der Traumnote 1,0 in den Pfingsturlaub verabschiedet. Obwohl sie es sich verdient hätten, wollen sich alle drei jetzt nicht auf die faule Haut legen.

Schongau – Rebecca Hoffmann, Moritz Kraus und Lea Erhard heißen die drei Glücklichen, die den Zettel mit den magischen Ziffern 1 und 0 in den Händen halten durften. Besser geht es nicht, den Dreien stehen alle Türen offen. Sie dürfen nach den Pfingstferien sogar an einer weiteren Prüfung teilnehmen. Bestehen sie, gibt es ein Stipendium fürs Studium.

Rebecca Hoffmann aus Schongau hatte sich neben den Pflichtfächern Deutsch und Mathe Latein als drittes schriftliches Prüfungsfach ausgesucht. Dazu kamen im Kolloquium noch Kunst und Geschichte. Mit summa summarum 848 Punkten war die 17-Jährige Schulbeste. Wie schafft man das nur? „Ich musste mich nie zum Lernen zwingen“, sagt Rebecca.

Vor den Abiturprüfungen hatte sie das Pensum aber erhöht und eines ihrer Hobbys – den Kampfsport Taekwondo – etwas zurückgestellt, gibt die junge Schongauerin zu. Doch nie im Leben hätte sie „Sunna“ vernachlässigt. Das Island-Pferd, mit dem Rebecca in Haid bei Wessobrunn reitet, ist ihr ein und alles. Überhaupt sind der Schongauerin Tiere sehr wichtig. Deshalb wird sie auch Tiermedizin studieren. „Jetzt mache ich aber erst einmal den Führerschein“, sagt die 17-Jährige. Danach will sie mit ihren Eltern in den Sommerferien in den Urlaub fahren: „Nach Island, Irland oder Frankreich.“

Verreisen wird auch Lea Erhard aus Rudersau (Gemeinde Rottenbuch). Die 1,0-Abiturientin (832 Punkte) fliegt im Juli mit ihren Klassenkameraden für eine Woche auf die griechische Ferieninsel Kreta. Bei der privat organisierten Abifahrt werde dann gefeiert, freut sie sich. Obwohl auch die 18-Jährige mit einem Auge auf das Stipendium schielt, lässt sie nach dem ganzen Abiturstress mit ihren Fächern Mathe, Deutsch, Französisch, Geschichte und Musik erst einmal die Seele baumeln: „Ich werde mich entspannen und an alle Seen im Landkreis fahren“, kündigt sie fröhlich an. Auch mit dem Studieren hat es Lea nicht eilig. Im September tritt sie eine Lehre im Landratsamt zur Verwaltungsfachwirtin an, die meiste Zeit wird sie dann in Weilheim arbeiten. „Ich finde es gar nicht schlecht, erst mal eine Ausbildung zu machen“, sagt die 18-Jährige. Denn schließlich gebe es dabei auch Geld. Langfristig soll es dann aber doch die Uni sein: „Am ehesten Jura, als Anwältin zu arbeiten, das würde mir gefallen“, blickt Lea vergnügt in die Zukunft.

Moritz Kraus hat seinen Berufswunsch schon fest im Blick. Er will im Herbst in München mit einem Medizinstudium beginnen. „Ich möchte etwas machen, das anderen hilft und sinnvoll ist“, sagt der 18-Jährige. Den Grundstein dafür hat der Peitinger mit satten 836 Punkten im Abitur gelegt – das ist ebenfalls eine glatte 1,0. Mathe, Deutsch, Musik, Englisch und Erdkunde waren Moritz’ Fächer. Wie der Peitinger alles unter einen Hut bekommen hat, scheint von außen betrachtet fast unmöglich. Denn neben der Schule betreibt der 18-Jährige Leistungssport: Er turnt in der 2. Bundesliga für den TSV Buttenwiesen. Vier bis fünf Mal pro Woche geht Moritz ins Training. Und nebenbei frönt der Peitinger noch einer weiteren Leidenschaft – der Musik. Mit seiner Klassik-Gitarre war das Multitalent auch schon bei „Jugend musiziert“ zu hören. Und natürlich habe er auch die Zeit gehabt, für das Abitur zu lernen. „Denn von nichts kommt nichts“, erklärt er dazu. Auch Moritz wird sich auf die Prüfung für das Stipendium vorbereiten. Zunächst ging es für ihn am Wochenende aber zum Turnfest nach Berlin.

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