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Schon vor zwei Jahren ein Ärgernis: die auf einer Seite zugeparkte Ingenrieder Straße. Auch hinten am Wendekreis, an dem die Firma Wöhnl ihren Sitz hat, stehen Autos.
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Wie leergefegt: Weil bei der Firma Hochland asphaltiert wurde, hatte die Stadt diese Woche ein temporäres Parkverbot eingerichtet, damit die Lkw durchkommen.
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Eng und unübersichtlich: Die Lkw müssen oft auf den Gehweg fahren, um überhaupt herumzukommen.
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Frei und gut einsehbar: Mit dem Parkverbot in dieser Woche war jede Gefahr gebannt

Ingenrieder Strasse 

Anlieger hofft auf Dauer-Parkverbot

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Weil auf dem Werksgelände der Firma Hochland in Schongau die Straßen asphaltiert worden sind, durfte in dieser Woche auf der Ingenrieder Straße nicht geparkt werden. Der ansässige Malereibetrieb Wöhnl würde es begrüßen, wenn das immer so wäre. Denn üblicherweise machen Parker die Straße eng und gefährlich.

Schongau – Als Gerhard Wöhnl senior am vergangenen Montag auf die Ingenrieder Straße blickte, bot sich ihm ein sehr ungewohntes Bild: Kein einziges Auto stand am Straßenrand. Die von der Stadt aufgestellten Verbotsschilder schreckten die Parker ab. „Aufgrund innerbetrieblicher Baumaßnahmen der Firma Hochland muss der Lieferverkehr aktuell über die Ingenrieder Straße verkehren“, erklärte Stadtsprecherin Meike Petro auf Anfrage. „Damit die Lkws Zu- und Abfahren können, wurde das Parkverbot über die Firma Hochland erwirkt.“ Tatsächlich kamen nur vereinzelt Lastwagen aus der Einfahrt, die Ingenrieder Straße wirkte die ganze Woche über wie leer gefegt.

Der 72-jährige Malermeister Wöhnl begrüßte das sehr. Doch er war erstaunt darüber, dass der Wunsch der Firma Hochland nach dem fünftägigen Parkverbot sofort erhört wurde, während seine Beschwerden immer wieder ins Leere liefen.

„Das Ordnungsamt in Schongau interessiert das überhaupt nicht“, schimpft der Schongauer mit Blick auf die werktags an der Ingenrieder Straße parkenden Autos. Einige von ihnen stehen auch an unübersichtlichen Stellen und sorgen so für Gefahr. Schon vor zwei Jahren hatte Wöhnl gegenüber den Schongauer Nachrichten beklagt, dass es in der 90-Grad-Kurve bei Gegenverkehr immer wieder zu brenzligen Situationen komme. Und die Parker stellen sich sogar in den Wendehammer vor dem Malereibetrieb. Wenn die Mitarbeiter dann mit dem großen Wagen herausfahren wollen, wird es eng. „Wenn wir keine so große Einfahrt hätten, könnten wir fast nicht raus“, so Wöhnl.

Der Senior betont, dass er den umliegenden Firmen keinen Vorwurf macht, „denn die haben Riesenparkplätze“. Der Malermeister vermutet aber, dass nicht alle Mitarbeiter sie auch nutzen, sondern einige lieber bei ihm vor der Tür parken.

Die Sprecherin der unmittelbar anliegenden Firma Hochland weist das aber zurück. „Unserer Kenntnis nach parken keine Hochland-Mitarbeiter an der Ingenrieder Straße“, erklärt sie auf Anfrage. „Unser Parkplatz ist ausreichend.“ Und: Für ein generelles Parkverbot an der Ingenrieder Straße nach dem Ende der Teerarbeiten bei Hochland „besteht für uns keine Notwendigkeit“.

Maler Wöhnl senior ist es letztlich einerlei, von wem oder woher die Parker kommen. Hauptsache, die Behinderungen hören auf. Sein Vorschlag zur Güte ist nun ein tägliches, zeitlich begrenztes Parkverbot. Und zwar am besten genau dann, wenn in den Firmen Schichtwechsel ist. „Beispielsweise morgens zwischen 6 und 8 Uhr und nachmittags zwischen 14 und 15 Uhr“, würde er sich das Parkverbot wünschen.

Bürgermeister Falk Sluyterman hat sich die Zeiten notiert und will jetzt ein temporäres Parkverbot prüfen. „Es ist immer gut, wenn solche Vorschläge aus der Bevölkerung kommen“, sagt er. Die Zweckmäßigkeit und Umsetzbarkeit müsse aber noch geprüft werden.

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