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Vera Friedl ist Ansprechpartnerin für alle Vereine und Ehrenamtlichen in Schongau.

Ansprechpartnerin für Vereine und Ehrenamtliche 

Asylkoordination in Schongau wieder in guten Händen

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Die Stadt Schongau hat mit Vera Friedl im Rathaus eine „Lotsin“ installiert, die sich ab sofort als erste Ansprechpartnerin um die Belange der Vereine und Ehrenamtlichen kümmert. Dabei übernimmt sie auch die Aufgaben der Asylkoordination. Die ersten Reaktionen sind positiv.

Schongau– Der Abschied von Wolfgang Markus, der sich bis November vergangenen Jahres auf Mini-Job-Basis für die Stadt um die Koordination der Asylangelegenheiten gekümmert hatte, sorgte bekanntlich im Januar für reichlich Wirbel. Wie berichtet, war der Vertrag mit dem Schongauer nicht verlängert worden. Einige Asylhelfer waren verstimmt, auch die CSU hätte Markus gerne behalten. Mittlerweile haben sich die Gemüter beruhigt, von den Asylhelfern kommt sogar Lob: „Von Seiten der Stadt hat sich wirklich etwas bewegt“, freut sich Helfer Hans Atzenbeck, der im Januar dem Rathaus noch zu wenig Engagement vorgeworfen hatte. „Man fühlt sich schon ein bisschen verloren“, klagte Atzenbeck damals.

Bürgermeister Falk Sluyterman hatte nach dem Aus des Asylkoordinators angekündigt, im Rathaus eine neue Stelle einzurichten, in der die Anliegen aller Vereine und Ehrenamtlichen koordiniert werden. Sie ist mit Vera Friedl seit dem 1. März nun in Betrieb, vor allem die Asylhelfer schätzen den Service bereits sehr. Etwa die Befürchtung, dass sich nach dem Abschied des Asylkoordinators niemand mehr um die W-Lan-Stationen in den Flüchtlings-Unterkünften kümmert, haben sich nicht bewahrheitet. Die Anlagen werden nun von der Stadt mitbetreut: Bei technischen Problemen könne man sich bei Vera Friedl melden, „ein IT-Mann von der Stadt springt dann ein“, berichtet Atzenbeck.

Auch der Verkauf der begrenzt nutzbaren Tickets für das drahtlose Internet, die die Asylbewerber für 7 Euro erhalten, liegt jetzt in den Händen der Stadt. Die sogenannten Vouchers werden aber nicht mehr direkt in den Unterkünften verkauft, die Flüchtlinge müssen im Rathaus vorbeikommen und sie bei Vera Friedl kaufen. „Das ist eine gute Lösung“, findet Atzenbeck, der sich obendrein freut, nun auch Möbel im Bauhof unterstellen zu dürfen. Wie berichtet, hilft der Rentner den Flüchtlingen regelmäßig bei Umzügen.

Währen die Asylkoordination gut angelaufen ist, muss sich das Angebot an die Vereine offenbar noch herumsprechen. Walter Schlaf vom Kleingärtnerverein hat jedenfalls noch nichts davon gehört. Er habe bisher nur einmal eine Anfrage an die Stadt gestellt, erinnert sich Schlaf. Das sei noch unter Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl gewesen, also dem Vorgänger von Sluyterman. „Auf die Antwort warte ich bis heute“, so Schlaf.

Geht es nach dem amtierenden Rathauschef, wird so etwas nicht mehr vorkommen: Die Vereinsservicestelle arbeite als Lotse, nehme den Antrag entgegen „und leitet ihn an alle Stellen im Rathaus weiter, die davon betroffen sind und übergibt die Genehmigungen an den Verein“, erläutert der Bürgermeister das Konzept. „Das erspart den Ehrenamtlichen Lauferei“ und den möglichen Hinweis, „dafür sind wir nicht zuständig“, Sluyterman.

Da zunächst ein aktueller E-Mail-Verteiler erstellt werden soll, bittet Vera Friedl nun alle Vereine und Ehrenamtliche um Übermittlung ihre aktuellen Kontaktdaten. Die Servicestelle ist für die Vereine und Ehrenamtliche telefonisch unter der Rufnummer 08861/214-136 erreichbar. Sie können sich auch unter der Email-Adresse servicestelle@schongau.bayern.de jederzeit bei ihr melden.

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