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Mit zahlreichen anspruchsvollen Hebefiguren begeisterte die Schongauer Faschingsgarde die Besucher im Jakob-Pfeiffer-Haus.

Inthro-Ball

Antiker Feuerwehrler trifft Glitzer-Prinzessin

Eine erstklassige Prinzengarde mit einer mitreißenden Showeinlage, jedes Jahr ein traumhaftes Prinzenpaar, eine vielversprechende Minigarde und eine SOG-Bigband, die alle Tänzer von den Stühlen reißt: Der Inthronisationsball der Schongauer Faschingsgesellschaft (SFG) war ein gesellschaftlicher Höhepunkt zum Jahresanfang.

Schongau Bei dieser rauschenden Ballnacht wurde einem bewusst, welch hohes Faschingsniveau im Schongauer Land gepflegt wird. Viel Mühe haben sich die Akteure heuer im Jakob-Pfeiffer-Haus mit einer neuen Saaldeko in Form von bunten Ballons gemacht. Die meiste Vorarbeit leistete zweifellos die Prinzengarde, die wieder in ihren wunderschönen Marschkostümen und von den Trainerinnen Anne Löw, Larissa Muschler sowie Barbara Müller bestens vorbereitet einmarschierten. Sie hatten das alte Prinzenpaar Johanna I. vom Schloß Seizenhof und Martin I. von der Hipsterhochburg im Schlepptau. Ein letztes Mal ließ Prinz Martin seine Hipsterklänge vom Stapel und reimte, „es war eine riesen Gaudi mit dieser Meute, hat echt Spaß gemacht letztes Jahr und heute“.

Die Minigarde wartete mit einem zackigen Marsch auf und ließ erkennen, dass einige der zehn Akteurinnen mittlerweile schon alte Hasen sind, und mit einer pfiffigen Zugabe traten sie tatsächlich in die Fußstapfen der Großen. Mit Spannung wurde von den mehr als 200 Gästen im Saal das neue Prinzenpaar erwartet. Prinz Stefan I. von der Burg der Flammentöter kam in einer Feuerwehr-Uniform wie um die vorherige Jahrhundertwende. Seine Prinzessin Lisa I. vom Reich der Weltenbummler hatte ein wunderschönes, tiefblaues Kleid an, das mit seinem Glitzer an die Märchen-Filme von Disney erinnerte.

Die Show in Bildern

Verbunden mit ein paar Wünschen übergab Bürgermeister Falk Sluyterman den großen Rathausschlüssel an die neuen Regenten. Wenn er zurückkehre, „will ich mit der Strabs nichts mehr zu tun haben“, sagte er zum Thema Straßenausbau-Beitragssatzung. Außerdem könne er einen neuen Dienstwagen, vielleicht einen Audi, sowie eine bessere Brille, mit der er den richtigen Durchblick haben könnte, gut gebrauchen. Damit spielte er auf die Herkunft der Prinzessin vom Autohaus Heuberger und des Prinzen aus dem Optiker-Hause Kassebaum an. Das mit dem Schlachtruf der SFG muss der Bürgermeister allerdings noch ein bisserl üben, auf sein dreifaches „Lechau“ wollte das Publikum nicht so recht antworten.

„Regieren wollen wir im Fasching gscheid, drum sind wir vorher auf der ganzen Welt rumgeeilt“, versprachen die neuen Regenten. Ihre Inthronisationsrede war wie eine große Reise aufgebaut, und natürlich kam dabei die Strabs gebührend dran. In Berlin wurden sie bei „Beate Uhse“ fündig, und natürlich musste der Bürgermeister einen solchen anziehen. „Straps gibt es hier in allen Größen, die was verdecken oder auch entblößen“, war das Resümee des Prinzen.

Den obligatorischen Prinzenwalzer meisterte das Paar anfangs ganz klassisch, bei der Zugabe überraschte die Prinzessin plötzlich mit einem kurzen Rock und einem fetzigen Rock´n Roll. Zum Showteil zogen die zwölf Mädels der Prinzengarde zunächst in schwarzen Umhängen und weißen Masken ein. Dann ließen sie ihre Hüllen fallen und wirbelten in bunten Kostümen und mit zahlreichen anspruchsvollen Hebefiguren über das Parkett. Erst gegen Mitternacht waren die hochkarätigen Einlagen vorüber, doch nun konnte die SOG-Bigband ihr Können ausspielen und das Publikum zahlreich auf die Tanzfläche locken.

Rosi Geiger

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