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Gruppenfoto mit den Jahrgangsbesten (mit Notendurchschnitt 1,9 und besser).

Berufliches Schulzentrum Schongau

Appell an Berufsschüler: Bleibt im Rennen

Die Leistungen der Absolventen während der Prüfungen in den vergangenen Wochen, das sei der Grund, aus dem man nun hier im Jakob-Pfeiffer-Haus sei, meinte Thomas Schütz. Vor dem Leiter des Beruflichen Schulzentrums Schongau lag wieder einmal die Aufgabe, die besten Absolventen des diesjährigen Jahrgangs auszuzeichnen und ihnen die Abschlusszeugnisse zu überreichen; 148 Mal stand darauf: Mit Erfolg bestanden!

Schongau – „Es ist Ihr Abend“, so Thomas Schütz zu den Entlassschülern. Wegen ihnen sei man hier, wegen ihrer Leistungen und Erfolge. Doch ein letztes Mal müssten sie sich dem Protokoll unterwerfen. Man lasse sie nicht einfach nur mit einem Händedruck nach Hause gehen, sondern man werde ihnen noch ein paar gehörige Worte mit auf den Weg geben, prophezeite Schütz, auch in Anspielung auf die Grußworte der Landrätin Andrea Jochner-Weiß, des Landtagsabgeordneten Harald Kühn sowie des Vertreters der Kreishandwerkerkammer, Stefan Zirngibl.

Sie hätten, fuhr Schütz fort, das Glück gehabt, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, seien in der beruflichen Bildung gereift und könnten nun einen Abschluss vorweisen, auf den sie stolz sein dürften. Man könne, in Analogie zur Mittleren Reife, durchaus von einer Berufsreife sprechen, meinte der Schulleiter. Und sie hätten damit eine Reife erreicht, mit der sie im Berufsleben, „also im richtigen Leben, ihre Frau bzw. ihren Mann stehen können“, gratulierte Schütz den erfolgreichen Schülern. Er versäumte es nicht, all jenen zu danken, die das möglich gemacht hätten, in dem sie Ausbildungs- und Praktikastellen zur Verfügung stellten und damit einen wesentlichen Beitrag leisten würden zur Erhaltung der Lebensqualität in der Region.

In Summe verabschiede man 155 junge Damen und Herren, nunmehr Ex-Schüler, die nach zweieinhalb bzw. dreieinhalb Jahren ihre Ausbildung beendet hätten. 148 immerhin sehr erfolgreich, darunter Bank- und Büromanagementkaufleute, Einzel- und Großhandelskaufleute, Automobil- und Industriekaufleute sowie Elektroniker für Betriebstechnik und solche für Energie- und Gebäudetechnik. Wobei letztere das Gros des heurigen Jahrgangs ausmachten mit immerhin 35 Absolventen, gefolgt von 20 Einzelhandels- und 19 Bankkaufleuten.

Auch diese Absolventen hatten einen Notendurchschnitt von 1,9 und besser.

58 junge Damen hatten die Sparte Kaufleute gewählt, und nur eine Dame hatte sich unter 45 Elektriker gemischt, wie Schütz, begleitet von einer gewissen Freude des Publikums, anmerkte.

Etappenziel ist erreicht

„Liebe Abschlussschüler“ , resümierte Schütz eine Geschichte, die er kürzlich gelesen habe: „Auch Ihr steht in den Startlöchern und scharrt mit den Hufen. Und wollt Euch durch nichts und niemand mehr aufhalten lassen.“ Das Etappenziel sei erreicht, „Ihr habt Euren Abschluss im wahrsten Sinne des Wortes in der Tasche. Und jetzt steht ihr am Start eines neuen Rennens.“ Jetzt gehe es weiter auf der Bahn des Lebens, doch entgegen einem Pferderennen, bei dem alle in dieselbe Richtung liefen, gehe nun jeder seinen eigenen Weg: der eine steige voll ins Berufsleben ein, die andere setze ihre schulische Ausbildung fort, und der Dritte nutze die betriebliche Weiterbildung oder studiere sogar. Doch egal wie, sie alle bräuchten keine Wunderpille oder Dopingmittel zu nehmen, um weiterzukommen. Denn sie alle hätten das, was es brauche, schon in sich. „Niemand weiß, was in ihm steckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen,“ zitierte Schütz Hemmingway. Es läge an jedem und jeder, diese Talente, diese Gaben zu entdecken und herauszuholen, so Schütz.

Allerdings, dafür reiche es nicht, am Straßenrand zu warten, bis der Traumprinz vorbeikomme oder der Chef, der einem den Job nachtrage. „Werdet selbst aktiv“, forderte Schütz seine ehemaligen Schützlinge auf. „Macht den ersten Schritt, setzt Euch ein, für das, was Euch wichtig ist. Im Berufs- wie im Privatleben.“

Mit viel Biss und Durchhaltevermögen

„Ihr habt bewiesen, dass Ihr Biss und Durchhaltevermögen habt“, schloss Schütz. „Macht weiter so, bleibt ehrgeizig, bleibt im Rennen. Dann werdet Ihr Eure Ziele erreichen.“ Womit er überleitete zur Vergabe der Ehrenpreise, immerhin erhielten wieder die Klassenbesten (Note 1,9 und besser) ihres Jahrganges Buchpreise. Den Staatspreis für die Note 1,0 erhielten Markus Schreiber und Andreas Karg.

Ein Name sei hier noch erwähnt. Sorgt der Schulchor unter der Leitung von Galina Christiani jedes Jahr für die musikalische Umrahmung, so war es heuer Monika Dürr, die als Solistin mit dem Stück Zombie der Gruppe Cranberries für Gänsehaut sorgte.

Oliver Sommer

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