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Noch ist das kleine Modell der Bücherzelle das einzige, was ihnen blieb. Doch Beatrice Amberg und Werner Berchtold sind zuversichtlich, dass der offene Bücherschrank bald wieder auf seinem Fundament steht.

Auf dem Schongauer Marienplatz

Schongauer Bücherzelle nicht mehr zu retten - Hoffnung auf neue bleibt

Seit Ostern klafft ein Loch in Schongaus guter Stube, der Altstadt. Genauer gesagt auf dem Marienplatz. Nur ein rot-weißes Flatterband erinnert daran, dass eine beliebte Attraktion seitdem fehlt: der offene Bücherschrank.

Schongau – Schongau belebt-Chefin Beatrice Amberg und Werner Berchtold, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, waren so zuversichtlich, die alte Telefonzelle nach dem Brand zeitnah reparieren und wieder aufstellen zu können. Doch leider schwand die Hoffnung schon bald, denn die Zelle war nicht mehr zu retten.

„Wir haben den Bücherschrank gesäubert und dann versucht, den Türverschluss zu reparieren, aber der war durch die Hitze so verzogen, dass das nicht mehr möglich war“, beschreibt Berchtold die Bemühungen der Feuerwehrler.

Brandstiftung: Am frühen Morgen des Ostersonntags wurde die Feuerwehr Schongau alarmiert, weil der beliebte offene Bücherschrank in Flammen stand und nicht mehr zu retten war.

Man hätte viel Geld investieren müssen, und das immer mit der Ungewissheit, ob es danach überhaupt funktioniert. Dieses Risiko wollten alle Beteiligten nicht eingehen, und so wurde die gelbe Zelle mit den vielen schönen Sprüchen entsorgt. „Ich bin schon traurig, dass die Telefonzelle nicht zu retten war,

aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir vielleicht bald eine Neue bekommen. Wir bleiben auf jeden Fall dran“, gibt sich Amberg kämpferisch.

Denn viele Spenden seien seit der Brandstiftung eingegangen, die nur darauf warten, ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. Und auch die Feuerwehr bleibt an der Seite der Gruppe Schongau belebt und sichert ihr Unterstützung zu. Bei so viel Engagement wäre es doch gelacht, wenn der beliebte offene Bücherschrank nicht bald wieder auf seinem Fundament in der Kanzleistraße steht.

Christine Wölfle

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