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Die Schauspieler der Henkerstochter haben sich zum ersten Mal getroffen. Viele standen schon beim Theaterstück im Jahr 2016 auf der Bühne.

Schongauer Sommer

Henkerstochter: „Jetzt geht es richtig los“

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Die Schauspieler für die Aufführung der Henkerstochter sind gefunden. Bald starten die Proben. Doch bevor das Stück auf der Bühne zu sehen ist, liegt noch viel Arbeit vor den Mitwirkenden.

Schongau – Während sich draußen der Schnee türmt, schmiedet eine Gruppe im Rainer-Endisch-Saal in Herzogsägmühle schon große Pläne für den Sommer. Im Juli wird bekanntlich „Die Henkerstochter und das Spiel des Todes“ in Schongau aufgeführt. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Dass die Aufführung des ersten Bandes bereits drei Jahre her ist, können die Verantwortlichen um Michael Boos, Maximilian Geiger (Theaterverein Treibhaus) und Manfred Wodarczyk (Schongauer Sommer) kaum glauben. Aber sie haben gute Erinnerungen an das Theaterstück, das sie 2016 ebenfalls zusammen auf die Freilichtbühne am Bürgermeister-Schaegger-Platz brachten. „Das war ein unglaubliches Ereignis, von dem wir heute noch zehren“, sagt Michael Boos.

Die Organisatoren: Von links Manfred Wodarczyk vom Schongauer Sommer mit Maximilian Geiger und Michael Boos vom Theaterverein Treibhaus

So sehen das offenbar auch die meisten Statisten und Rollenspieler, die bereits 2016 auf der Bühne standen. Viele von ihnen sind auch heuer wieder mit dabei. Allerdings lassen sich auch einige neue Gesichter unter den Schauspielern finden. Zum ersten Kennenlernen haben sich die rund 70 Mitwirkenden nun getroffen. In den kommenden Wochen werden sie viel Zeit miteinander verbringen. „Ich bin froh, dass der Tag endlich da ist. Jetzt geht es richtig los“, freut sich Boos. Viele nicken dabei zustimmend.

Bis die Henkerstochter aber tatsächlich vor Publikum aufgeführt wird, liegt noch viel Arbeit vor den Mitwirkenden. Bühnenbild und Kostüme müssen fertig gestellt werden, die Technik ist geordert, und auch für die musikalische Gestaltung gibt es schon Pläne. Die erste Probe der Schauspieler steht Ende Februar an. Ab dann wird fast jedes Wochenende in unterschiedlichen Konstellationen geprobt.

Hauptrollen sind vergeben

Die Hauptrollen übernehmen wieder Eleyne Wenninger als Henkerstochter Magdalena Kuisl, Maximilian Geiger (der auch Regie führt) als Simon Fronwieser, und Dominik Nierer als Henker Jakob Kuisl. Auch mehrere Kinder spielen beim Theaterstück mit. Jede ihrer Rollen ist doppelt besetzt, damit sie sich bei den Aufführungen abwechseln können.

Anders als ursprünglich geplant, wird Manfred Wodarczyk keine Rolle übernehmen. Er hat als Organisator des Historischen Markts ohnehin alle Hände voll zu tun. „Ich werde auf heißen Kohlen sitzen“, weiß er aus Erfahrung. „Statt als Wirt auf der Bühne zu stehen, geh’ ich lieber gleich zum Bier“, verspricht Wodarczyk dennoch, mit den Schauspielern anzustoßen.

Kartenverkauf ist gut angelaufen

Insgesamt sind über 2000 Karten im Verkauf. 763 statt 680 Sitzplätze gibt es heuer auf der Tribüne. Auch die Aufführungszahl wurde erweitert. An zehn Tagen ist die Henkerstochter zu sehen, 2016 waren es acht. Damals waren alle Aufführungen ausverkauft. Ein Ziel, das die Organisatoren auch 2019 verfolgen. Sie sind positiv gestimmt, dass der Plan aufgeht. Schon jetzt, ein halbes Jahr vor der Aufführung, wurden 1255 Karten verkauft.

Einem Wunsch vieler können die Organisatoren allerdings nicht nachkommen: Es gibt auch heuer keine festen Sitzplätze. Weil es verschiedene Vorverkaufsstellen gibt, würde der dafür nötige Aufwand den Rahmen sprengen. Die Karten sollen aber erschwinglich bleiben.

Damit jeder rechtzeitig einen Platz findet, beginnt der Einlass bereits eineinhalb Stunden vorher. Langweilen muss sich in der Zeit bis zum Beginn der Vorstellung allerdings niemand. „Wir planen ein tolles Rahmenprogramm“, erklärt Wodarczyk.

Dass das Theaterstück für alle zugänglich ist, ist den Organisatoren wichtig. Zur Generalprobe wollen sie deshalb Menschen einladen, die sich die Karte sonst finanziell nicht leisten könnten.

Kartenvorverkauf

Karten für die Henkerstochter gibt es unter www.theaterverein-treibhaus.de und www.schongauer-sommer.de sowie im Medienhaus Schongau, der Bücher Galerie, im Reisebüro Enzian, in der Buchhandlung am Bach in Peiting und bei der Buchhandlung am Lech in Lechbruck. 32 Euro kostet die Karte im Vorverkauf, 35 Euro an der Abendkasse.

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