+
Noch leer stehen die Räume des ehemaligen Norma, der kürzlich ausgezogen ist.

Bauausschuss

Aus altem Schongauer Norma wird Autowerkstatt

  • schließen

Vor einigen Wochen ist der neue Norma auf dem Gnettner-Gelände eröffnet worden, der alte Laden einige 100 Meter stadteinwärts steht seitdem leer – doch nicht mehr lange: Eine Autowerkstatt wird dort einziehen.

Schongau – Die Stadt stuft das Areal als sogenanntes Mischgebiet ein, in dem sowohl Gewerbe- als auch Wohnnutzung möglich wäre. Früher war auf dem Grundstück bereits einmal eine Kfz-Werkstatt, sagte Bernd Liebermann im Bauausschuss. Deshalb sei der Antrag kein Problem, auch Parkplätze seien genug vorhanden. Nur die Abstandsflächen in den Norden waren ein Problem, doch das sei mit einer Übernahme am Nachbargrundstück geklärt.

„Das Landratsamt wird noch prüfen, ob die Emissionswerte eingehalten sind, das müssen die Antragsteller nachweisen“, so Liebermann. Doch nachdem der Hauptlärm Richtung Altenstadter Straße dringt und der Bürobereich Richtung Wohnbebauung im Westen liegt, rechnet er nicht mit Problemen. Nur Eile sei geboten, denn der Antragsteller müsse bereits Ende des Jahres aus der bestehenden Werkstatt an der Leithe raus und wolle möglichst schnell am neuen Standort eröffnen. „Wir werden den Antrag deshalb schnell weitergeben, damit wir den Leuten helfen können“, so Liebermann.

Während Kornelia Funke (CSU) wissen wollte, was mit den Parkplätzen hinter dem Gebäude Richtung Jakob-Pfeiffer-Haus passiere („wir haben keine Erkenntnisse, was die Eigentümerin damit vorhat“, so Liebermann), fand Bettina Buresch (ALS) die Ansiedlung einer Autowerkstatt „sehr schade“. Sie hätte eine „sinnvolle Nutzung“, nämlich altstadtnahe Wohnbebauung, lieber gesehen. „Auf lange Sicht müssen wir das Grundstück erschließen und dem Wohnungsbau zuführen“, forderte sie.

Das könnte schwer werden, entgegnete Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD), denn die neuen Besitzer haben das Grundstück gekauft: „Die Antragsteller für die Werkstatt sind die neuen Eigentümer. Und wenn die dort ihrem Betrieb nachgehen wollen, ist das eben so.“ Doch Buresch gab nicht auf: Es wäre gut gewesen, wenn die Stadt das Grundstück gekauft hätte, sagte sie. „Es ist uns nicht angeboten worden, wir haben kein Vorkaufsrecht“, antwortete Sluyterman. Der Beschluss fiel schließlich einstimmig.

Das freut den neuen Besitzer Christopher Koch vom gleichnamigen Autoservice An der Leithe. Er hofft, dass die Genehmigung wirklich so schnell kommt wie versprochen, weil er vom neuen Besitzer seines jetzigen Werkstatt-Standorts wegen Eigenbedarf gekündigt wurde und sich der Kauf des ehemaligen Norma-Gebäudes lange hingezogen hat. „Wenn alles klappt, mache ich Mitte Januar auf“, so Koch.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Knapp 300 Einsatzkräfte in Rottenbuch: Kloster wurde zuvor für knapp 13 Millionen Euro saniert
Nach dem Feuer, das am Dienstagabend im Kloster Rottenbuch im Landkreis Weilheim-Schongau ausgebrochen war und den kompletten Dachstuhl zerstörte, läuft nun die Suche …
Knapp 300 Einsatzkräfte in Rottenbuch: Kloster wurde zuvor für knapp 13 Millionen Euro saniert
„Vom Bauchgefühl ist es ein Totalschaden“
Fassungslosigkeit und Entsetzen herrscht in Rottenbuch am Tag nach dem Brand des historischen Bräuhauses. Wie es mit dem Gebäude weitergeht, ist noch nicht absehbar.
„Vom Bauchgefühl ist es ein Totalschaden“
Großbrand im Kloster Rottenbuch: Fotos am Tag danach zeigen das Ausmaß der Zerstörung
Der Dachstuhl des Klosters in Rottenbuch stand am Dienstagabend in Flammen. Der Brand im Landkreis Weilheim-Schongau löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Ermittler …
Großbrand im Kloster Rottenbuch: Fotos am Tag danach zeigen das Ausmaß der Zerstörung
Am Herd mit Andreas Krahl (Grüne):  Lederhosen-Offensive in der Strickfraktion
Beim Essen lernt man die Menschen kennen, heißt es. Was also liegt näher, als mit den zwölf Direktkandidaten für die Landtagswahl aus dem Stimmkreis 131, zu dem auch der …
Am Herd mit Andreas Krahl (Grüne):  Lederhosen-Offensive in der Strickfraktion

Kommentare