Brexit-Abkommen fertig: EU und Großbritannien einigen sich - aber eine Partei bestreitet Übereinkunft

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Knapp 4000 Quadratmeter ist das Areal an der Greifenstraße groß, sechs Doppelhäuser dürften errichtet werden. Bei der Hochspannungsleitung soll geparkt werden.

Aus dem Bauausschuss Schongau: Vorhaben Greifenstraße und Im Forchet

Sechs Doppelhäuser, ein Mehrfamilienhaus

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In Schongau werden dringend Wohnungen benötigt – und auch gebaut. Der Bau- und Umweltausschuss genehmigte in seiner jüngsten Sitzung nicht nur ein großes Mehrfamilienhaus Im Forchet, er bereitete auch den Weg für die Bebauung an der Greifenstraße – für die städtischen Forsthäuser.

Schongau– Die Grundstücke der ehemaligen Städtischen Forsthäuser waren im Bieterverfahren angeboten worden, „wir haben einen potentiellen Investor“, informierte Bürgermeister Falk Sluyterman das Gremium vorab. Sechs zweigeschossige Doppelhäuser sollen auf den Flächen Greifenstraße 8, 10 und 12 gebaut werden, wobei eines der Häuser derzeit noch vermietet ist. Das Landratsamt hatte bereits signalisiert, dass die vorgelegte Bebauungsvariante bauplanungsrechtlich zulässig sein könnte.Ein entsprechender Antrag auf Vorbescheid lag nun zur Abstimmung vor.

Die Häuser sollen in Ost-West-Ausrichtung gebaut werden. Am Rande des Baugebietes, wo 110 kV-Hochspannungsleitungen verlaufen, sollen Stellplätze und Garagen realisiert werden. Diese sollen auch Pufferzone zum angrenzenden Gewerbe sein. Wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich auf Nachfrage von Ilona Böse (SPD) erläuterte, dürfen die Anlieger lediglich zum Be- und Entladen zu den Häusern fahren. An den Gebäuden selbst sind keine Stellplätze vorgesehen. Dietrich sah die Lösung mit Parkflächen und Garagen am Rande auch als kleinen Kompromiss, da durch diese Planung die Versiegelung etwas zurückgenommen werde, sprich für die einzelnen Häuser mehr Grundstücksfläche bleibt. Die Greifenstraße muss ausgebaut werden.

Bettina Buresch (ALS) bat darum, das vorhandene Grün, so weit dies möglich ist, während der Bauphase zu erhalten. Sie bedauerte das Vorgehen der meisten Bauherren, die erst einen Kahlschlag machten und alles abholzen würden. Wenn es dann an die Ersatzbepflanzung geht, werde jedoch oftmals gespart. „Bauplanungsrechtlich haben wir da keine Handhabung“, so Dietrich, dies zu regeln gehe höchstens über den Grundstücksverkauf. „Wir können ja mit dem künftigen Eigentümer sprechen“, so Bürgermeister Sluyterman. Der Erhalt des Grünes als Abgrenzung zum Gewerbe gegenüber – im Westen – sei ja vielleicht sogar positiv, betonte Buresch.

Die Gesamtfläche des Areals misst knapp 4000 Quadratmeter. Als Mindestgebot hatte die Stadt im Bieterverfahren 195 Euro pro Quadratmeter angesetzt. Jetzt wird auf die Entscheidung aus dem Landratsamt zum Bauvorbescheid gewartet. Dann könnte es zeitnah einen Notartermin geben, hieß es seitens der Stadt. Wenn nach und nach alle Häuser gebaut sind, hätten zwölf Familien ein neues Zuhause.

Schon einen Schritt weiter ist man mit den Planung IM Forchet, dort sind acht Wohneinheiten geplant. Statt der ursprünglich vorgesehenen zwei Mehrfamilienhäuser soll auf dem Areal mit der Hausnummer 4 nun ein einzelnes Mehrfamilienhaus entstehen. Die Grundfläche des Hauses beträgt 288 Quadratmeter mit einer Firsthöhe von 10,65 Meter, es fügt sich in die Umgebungsbebauung ein. Das Dach wird als Walmdach ausgeführt. Die zunächst angedachte Tiefgarage wird nicht gebaut, für die Bewohner stehen drei Stellplätze und zehn Garagenstellplätze (Duplex-Garagen) zur Verfügung. Das Areal ist im Altlasten-Kartaster erfasst, einen Hinweis darauf, dass dort wirklich etwas vorliege, gebe es jedoch bisher nicht, so Dietrich.

Bürgermeister Sluyterman stellte fest, dass wieder ganzviele Wohneinheiten geschaffen würden, die von Dragomir Stadtplanung errechneten 16,5 Wohneinheiten seien für das kommende Jahr bereits erfüllt – und zwar in einer guten Mischung, Einfamilienhäuser und Wohnungsbau. Hinterfragt wurde im Bauausschuss allerdings auch, ob man nicht in Sachen begrünter Flachdächer aktiv werden solle – bei Garagen nur noch solche genehmigen sollte. Schließlich nähmen diese Flachdächer auch Wasser auf. „Wir gehen als städtischer Bauherr voran, auch informieren wir die Bauherren im Vorfeld, dass der Bau- und Umweltausschuss begrünte Dächer als positiv bewertet“, so der Stadtbaumeister. Aktiv bewerben könne man dies jedoch erst, wenn die Satzung geändert sei. UWV-Fraktionsführer Stephan Hild meinte dagegen, man wolle ja eigentlich weg von den Ausnahmen. „Wenn wir die Satzung ändern, brauchen wir die Änderungen auch wieder – für jene, die kein begrüntes Flachdach wollen.“

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