In Weilheim wurde die letzte von drei Buden an der Schmiedstraße bereits Freitagfrüh abgebaut.
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In Weilheim wurde die letzte von drei Buden an der Schmiedstraße bereits Freitagfrüh abgebaut.

Weihnachts-Budenbetreiber erfuhren Donnerstagnachmittag, dass sie Freitag schließen müssen

Aus ohne Vorwarnung

Völlig überrascht worden sind die Marktbudenbetreiber in Weilheim, Schongau und Penzberg am Donnerstagnachmittag, als sie vom Landratsamt die Mitteilung erhielten, dass bereits ab Freitag keine Speisen und Getränke mehr verkauft werden dürfen.

Landkreis – „Ohne jeglichen Vorlauf ist das sehr bitter, was sollen wir jetzt mir unserer Ware machen?“, fragt das Ehepaar Trollmann, als es Freitagfrüh seinen Süßwaren-Stand abtransportiert. Die anderen Stände waren zu dem Zeitpunkt schon abgebaut.

Laut Landratsamt und Ordnungsämtern der drei Städte sei es beim Verkauf immer wieder zu Gruppenbildung und Verweilen im Umfeld der Stände gekommen, die Schließung diene der Kontaktvermeidung.

In Schongau standen die Holzbuden gestern Nachmittag noch. „Es war so eine gute Stimmung, alle haben sich an die Regeln gehalten“, sagt Anke Schull. Ihrem Mann gehört das „Mobili“ samt dem „Caffè a Colori“, das eine der Hütten betrieben hatte. Der nach dem Alkoholverbot besorgte Kinderpunsch wird nun im Geschäft zum Mitnehmen verkauft, die Nachfrage geht aber gegen Null.

In Penzberg will Monika Schmid, Mitorganisatorin des örtlichen Mini-Weihnachtsmarkts und Betreiberin der „Hexenküche“, zumindest ihre verpackten Produkte weiter verkaufen, was erlaubt ist – etwa hausgemachte Marmeladen, kandierten Ingwer oder Ingwer-Likör. „Dafür habe ich grünes Licht vom Bürgermeister bekommen“, so Schmid.

Während zwei reine Ess- und Getränkebuden schließen müssen, will sie noch „ein bisschen bleiben“ auf dem Stadtplatz. Auf jeden Fall, so lange der Einzelhandel nicht auch schließen muss.

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