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Insgesamt zwölf weitere Bäume am Birkenweg sollen jetzt gefällt werden.

Aus Sicherheitsgründen

Baumfällungen am Lechberg und Birkenweg

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An zwei Straßen in Schongau wird sich das Erscheinungsbild kräftig ändern: Am Lechberg und am Birkenweg müssen zahlreiche Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Vergangenes Jahr sind nur durch viel Glück keine Personen zu Schaden gekommen.

Schongau – Das Eschentriebsterben hat in Schongau schon so manches Landschaftsbild verändert. Mit am prägendsten war der große Baum an der Lechbrücke, der schon vor Jahren aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste. Nicht weit entfernt, am Fuße entlang des Lechbergs, müssen jetzt fünf weitere stattliche Bäume der Motorsäge zum Opfer fallen, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich im Bauausschuss mitteilte. Auch diese rund 80 Jahre alten Bäume sind von dem Pilz befallen, zudem weisen viele Eschen mittlerweile auch einen Befall von Wurzelfaulerregern auf. „Eine Rettung gibt es nicht, die Bäume sterben früher oder später ab“, so Dietrich. Damit keine Äste oder ganze Bäume auf Gehweg und Fahrbahn stürzen, müssten die Bäume gefällt werden.

Zwei der insgesamt fünf großen Eschen, die am Lechberg weichen müssen.

Umweltreferentin Bettina Buresch war der Fall nicht unbekannt, sie hatte darüber schon mit Stadtförster Klaus Thien gesprochen und kann die Maßnahme nachvollziehen. Sie plädiert aber für mehr Vielfalt, man solle sich nicht auf eine Baumart festlegen. „Es gibt so viele Schädlinge, wer weiß, was noch alles kommt.“ Stadtgärtner Rudolf Friedl gab zu, dass man die Esche favorisiert habe, weil sie nicht leicht breche, und mit wenig Platz im Wurzelbereich auskomme, also ein idealer Straßenbaum sei. „Die Bäume am Lechberg könnten wir vielleicht noch fünf Jahre erhalten, aber nur mit erheblichem Aufwand, zweimaliger Kontrolle pro Jahr und regelmäßigem Rückschnitt“, so Friedl. Es sei aber sinnvoll, mit der anstehenden Sanierung des Lechbergs die Bäume schon jetzt zu fällen. Als Ersatz sollen andere Bäume wie Ahorn, Linde oder Ulme gepflanzt werden, so Friedl, der bereits ankündigte, dass auch an der Lechuferstraße noch einige Eschen fallen werden.

Der zweite Problemfall ist der Birkenweg. Dort war bei einem Gewittersturm am 31. Juli ein großer Baum abgebrochen und hatte mehrere Autos am Brauhaus-Parkplatz demoliert, nur durch Glück kam niemand zu Schaden. Auch weitere Bäume in der Straße stürzten um und wurden zum Teil entwurzelt. Seitdem habe es laut Dietrich mehrere Kontrollen gegeben, bei denen sich herausstellte, dass zwölf weitere Birken so geschädigt sind, dass sie nicht mehr zu retten sind – teilweise waren sie innen komplett hohl. „Die Bäume sind rund 60 Jahre alt und haben sowieso keine hohe Lebenserwartung mehr“, sagte Dietrich. Michael Eberle (CSU), selbst Feuerwehrmann, konnte die geplante Fällung nur befürworten, bat aber darum, „bei diesem Straßennamen auf eine Diversität zu verzichten“. Friedl sicherte zu, dass im Birkenweg natürlich Birken nachgepflanzt würden.

Damit wäre das Thema erledigt gewesen, doch Friedrich Zeller (SPD) eröffnete die allgemeine Debatte, „ob die Stadt einen Plan hat, wo man im Stadtgebiet Bäume pflanzen könnte?“. Er hätte gerne weniger Bäume an der Stadtmauer, dafür woanders mehr. Oder an der Blumenstraße, „da kann man den Bäumen beim Sterben zuschauen, jedes Jahr kommt einer weg. Was sind da für Überlegungen?“, wollte er wissen.

Dietrich sagte, beim Schulzentrum gebe es ein großes Konzept mit verschiedenen Baumtypen, beim Stadtmauerumfeld werde das Thema natürlich groß angegangen – „das könnte ein Beispiel für den Rest der Stadt sein“, so Dietrich. Auf die Entgegnung Zellers, der eine langfristige und systematische Planung für die ganze Stadt forderte, entgegnete Dietrich, dass man mit der Straßenausbau-Beitragssatzung eine Zäsur habe und man den Straßenbau mit möglichen Baumpflanzungen danach planen werde. Wobei Friedl betonte, dass ausfallende Bäume bereits jetzt ersetzt würden und bereits nahezu alle möglichen Flächen im Stadtbereich genutzt werden.

Vergangenes Jahr krachte bei einem Unwetter diese morsche Birke auf parkenden Autos am Brauhaus.

Buresch sprach noch die Probleme von Baufirmen an, die sich um bestehende Bäume nicht scheren und sie oft so beschädigen, dass sie gefällt werden müssen. Dietrich verteidigte sich, man könne nicht rund um die Uhr ein Auge auf die Baufirmen werfen, die müssten sich ans Gesetz halten. Er bestätigte aber einen von Buresch angesprochenen aktuellen Fall, laut Friedl sei eine Schadensersatzforderung am Laufen.

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