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Das Schongauer Hirschvogel-Werk wächst weiter: Die Halle 9, die ab Frühjahr gebaut werden soll, wird hinter das Werkgebäude im Bild rechts gebaut.

Der Ausbau geht weiter

Halle 9 für Hirschvogel genehmigt

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Das Wachstum der Firma Hirschvogel in Schongau geht weiter: Der Automobilzulieferer ist mitten in der Planung für die bereits neunte Halle im Schongauer Westen, der Bauausschuss hat bereits zugestimmt – obwohl der Bebauungsplan noch in der Aufstellung ist.

Schongau – In den vergangenen Jahren ging es Schlag auf Schlag am Schongauer Standort des Denklinger Automobilzulieferers Hirschvogel: Als Ende 2015 die Halle 7 gebaut war, wurde schon fleißig an Halle 8 geplant, weil absehbar war, dass der Platz nicht reicht. Ende 2016 war auch diese Erweiterung fertig – und es war bald klar, dass dieser Ausbau wieder nicht länger als zwei Jahre reichen wird. 

Das Problem: Damit war der Standort eigentlich voll, es gab – zumindest auf schnellem Weg – keine Erweiterungsmöglichkeit mehr. „Wir sind in Gesprächen mit der Stadt“, hatte Frank Anisits, einer der Hirschvogel-Geschäftsführer, im Februar 2016 zu dem Thema gesagt. Ein Jahr später war bereits klar, dass die Hürden aus dem Weg geschafft wurden: „Eine Halle 9 zeichnet sich ab“, sagte Anisits im Februar dieses Jahres, eine Erweiterung Richtung Süden sei möglich.

Die dafür nötige Änderung des Bebauungsplans, die das Industriegebiet nach Süden verschiebt, soll am 4. Dezember beschlossen werden, falls es keine gravierenden Bedenken von Behörden oder sonstigen Trägern öffentlicher Belange gibt (was nicht anzunehmen ist). Der Bauantrag wurde aber bereits jetzt im Bauausschuss behandelt. 

Laut Michael Wölfle vom Stadtbauamt soll die Halle 120 Meter lang, 80 Meter breit und zehn Meter hoch werden, sie dürfte ähnlich ausschauen wie die bestehenden Produktionshallen. Umweltreferentin Bettina Buresch (ALS) wollte wissen, ob eine Begrünung der Wand vorgesehen sei, erntete aber nur ein Achselzucken von Wölfle: „Im Bebauungsplan ist das nicht vorgesehen, wir haben auch nicht darüber gesprochen.“ Vorstellen könnte er sich das aber durchaus, denn Hirschvogel könne die eigentlich vorgeschriebenen Bäume nicht pflanzen. Man werde das ansprechen, so Wölfle. Der Bauantrag wurde einstimmig genehmigt.

Laut dem Schongauer Werkleiter Albert Kees ist der Baubeginn von Halle 9 im Frühjahr 2018 geplant, die Fertigstellung ein Jahr später. Die Kosten gab Kees mit rund zehn Millionen Euro an. „Im Wesentlichen geht es beim Ausbau um die Zerspanung. Mit dem Bau wird Platz geschaffen, um weiteres Wachstum zu ermöglichen“, so Kees. Die Diversität und Komplexität der Hirschvogel-Produkte nehme zu, deshalb habe man mehr Bedarf an Lagerflächen für Leergut und die fertigen Produkte. „Mit dem Bau der Halle 9 kommen wir auch dieser Anforderung nach mehr Lagerfläche nach.“ 

Auf die Frage, ob bereits an eine Halle 10 gedacht ist, sagte Kees: „Wir erleben aktuell eine stabile Auftragslage und gehen von weiterem Wachstum aus, aber der Bau der Halle 10 ist aktuell nicht in Sicht.“ Mal schauen, ob sich das in einigen Monaten noch genauso anhört.

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