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Am Peißenberger Bahnübergang an der Forster Straße soll eine Schrankenanlage installiert werden.

Ausbau der Pfaffenwinkelbahn

Schützenhilfe aus Berlin

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Wie geht es weiter mit der Beschleunigung der Pfaffenwinkelbahn und dem barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe? Nachdem die Schongauer Nachrichten im August über Verzögerungen bei dem Projekt berichteten, hat sich jetzt der frühere Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingeschaltet.

Weilheim-Schongau – Schneller, komfortabler und sicherer soll die Pfaffenwinkelbahn werden: Doch wann die dafür nötigen Maßnahmen umgesetzt werden, darüber schwieg man sich bei der Bahn zuletzt aus. Den ursprünglich einmal kolportierten Zeitplan, wonach 2019 der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe entlang der Strecke beginnen und bis 2020 mit der Ertüchtigung der Schongauer Station abgeschlossen sein sollte, wollte das Unternehmen nicht mehr bestätigen. Man hänge in der Luft, hieß es stattdessen bei der Bahn. Schuld sei das „Bahnsteighöhenkonzept“, mit dem die Höhen der Bahnsteigkanten bundesweit vereinheitlicht werden sollen. Gelten sollen künftig 76 Zentimeter als Regelhöhe, die Planung für die Pfaffenwinkelbahn sah dagegen wie an vielen Strecken im Freistaat 55 Zentimeter vor.

Bei den Gemeinden kam die Nachricht naturgemäß nicht gut an. „Für uns ist das fatal“, schimpfte etwa Peitings Bürgermeister Michael Asam. Schließlich gefährde eine Verzögerung die von der Marktgemeinde angestoßene Entwicklung des Areals am Bahnhof Ost. Mit der schlechten Neuigkeit wandte sich der Rathauschef damals sogleich an den früheren Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Dieser hatte vor vier Jahren die Verbesserungen auf der Pfaffenwinkelbahn bis 2019 zugesagt.

Tatsächlich nahm Dobrindt daraufhin Kontakt zur Deutschen Bahn auf und konnte jetzt einen ersten Erfolg vermelden. „In Gesprächen mit der Bahn konnten Hindernisse im Bahnsteighöhenkonzept beseitigt werden. Eine Verschiebung der Maßnahmen auf unbestimmte Zeit, wie zuletzt befürchtet, ist damit vom Tisch“, teilte der Bundestagsabgeordnete in einer Pressemitteilung mit. Die Bahnsteige in Schongau, Peiting, Hohenpeißenberg und Peißenberg sollen demnach einheitlich in einer Höhe von 55 Zentimeter barrierefrei ausgebaut werden. „Ziel ist, die Umbaumaßnahmen bis 2021 abzuschließen.“ Dieser Zeitplan gelte auch für die Baumaßnahmen am Bahnhof Peiting. Asam, der durch die SN von Dobrindts Einsatz erfuhr, reagierte erfreut auf die Nachricht. Damit stehe zumindest fest, dass es weitergehe.

An anderer Stelle soll es laut Dobrindt sogar beim ursprünglichen Zeitplan bleiben. Beim Bau des elektronischen Stellwerks im Bahnhof Peißenberg und bei der Erneuerung der Bahnübergänge in Peißenberg werde es keine Verzögerungen geben, teilte der CSU-Landesgruppenchef mit. „Die Bahn hält an der Inbetriebnahme im September 2019 fest.“ Entschieden ist laut Dobrindt auch, wie es beim strittigen Bahnübergang an der Forster Straße in Peißenberg weitergeht. Dieser werde durch eine Schrankenanlage gesichert. Eine ebenfalls diskutierte Verlegung der Straße ist damit offenbar vom Tisch.

Bei der Bahn bestätigt man die Verhandlungsergebnisse, will sich aber noch nicht näher zu den Details – besonders hinsichtlich des neuen Zeitplans – äußern. „Es wird derzeit eine abgestimmte Termin- und Fachplanung der einzelnen Detailgewerke in unseren Fachbereichen erstellt und in den nächsten Wochen abgestimmt. Sobald diese Pläne valide sind, werden wir darüber informieren“, teilte ein Bahnsprecher auf Nachfrage der SN mit.

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