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Bald könnte es in Schongau einen Markt auch am Donnerstagabend geben.

Einzelhandelskonzept

Bald ein Donnerstag-Abend-Markt am Schongauer Marienplatz?

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Das im Mai beschlossene Einzelhandelskonzept der Stadt ist mit vielen Projekten angelaufen. Im Stadtrat lieferte Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt einen ersten Sachstandsbericht. Demnach ist vieles angeschoben, aber noch wenig umgesetzt. Einige Projekte klingen aber spannend.

Schongau– Bereits im Mai bei der Verabschiedung des Einzelhandelskonzepts, das die Attraktivität der Altstadt erhalten soll, hatte CSU-Fraktionschef Michael Eberle die Theorielastigkeit des Konzepts bemängelt. Er forderte alle drei Monate einen Sachstandsbericht. Diesen ersten Überblick gab jetzt Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt im Stadtrat – zunächst ebenfalls sehr theoretisch, weil sie erst die komplexe Organisationsstruktur vorstellte. „Alle Akteure hatten eigene Vorstellungen, die mussten wir erst mit dem erstellten Gutachten in Einklang bringen.“

Man habe einige Projekte, die gut angelaufen seien, sagte Voigt, doch mangels Ressourcen vieler Beteiligter stocken. Zum Beispiel der Online-Marktplatz, der auf der neuen Homepage der Stadt Schongau für nächstes Jahr geplant ist. Ebenfalls noch auf dem Papier stehen die Diskussion um einheitliche Öffnungszeiten der Altstadt-Geschäfte, die Voigt mit zahlen der Parkscheinautomaten unterfüttern will, und ein Pilotprojekt für die Samstags-Nutzung des Stadtbusses. Umgesetzt dagegen ist bereits der neue übersichtliche und einheitliche Busfahrplan, der zum Jahreswechsel starten soll.

Ebenfalls schon erledigt ist beim Thema Stadtbild die Pflanztrog-Aktion des Vereins Schongau belebt. Außerdem wurden vom Bauhof und der Stadtgärtnerei die Mülleimer-Füllstände kontrolliert: „Überprüft wurde, wie voll welcher Mülleimer-Standort zu welchem Zeitpunkt ist“, so Voigt. „So konnten wir die Logistik anpassen.“ Geleert werde demnach morgens und nach dem Mittagessen.

Anreiz für Pizzakarton-Rückgabe?

In diese Stoßrichtung geht auch ein weiteres Projekt, das Voigt angeleiert hat: Sie hat mit fast allen Mittagstisch-Anbietern wegen einer Rücknahme-Vereinbarung gesprochen. Denn Wirte und Imbiss-Betreiber nehmen Verpackungen zwar zurück, doch ohne Anreiz ist die Chance groß, dass der Pizzakarton doch im überfüllten Mülleimer oder sonstwo landet. „Ich könnte mir ein Pfand- oder anderes Belohnungs-System vorstellen“, sagte Voigt.

Bei diesem Thema hakte Stefan Konrad (SPD) ein: „Wäre es nicht sinnvoll, wenn man in den Schulen präventiv tätig wäre? Es kann doch nicht so schwer sein, seinen Essens-Müll ordentlich zu entsorgen, dass es nicht ausschaut wie Hölle.“ Aktionen mit Schulen wären sicher sinnvoll, so Voigt, die die Schüler aber auch verteidigte: „Nachmittags und abends schaut es vom Müll her viel krasser aus, da sind die Schüler nicht Schuld.“

Beim Thema Leerstand habe man regelmäßige Erhebungen gemacht, der Kontakt mit Eigentümern soll gesucht werden, beim Thema Tourismus harren Projekte wie „Image-Film am Rathaus zeigen“ oder „Rückseite der Infotafeln nutzen“ der Umsetzung. Dafür gebe es konkretes Interesse eines Veranstalters, der mit fünf bis sieben Ständen einen Donnerstag-Abend-Markt bis 20 Uhr auf dem Marienplatz veranstalten könnte – für alle, die am Freitagvormittag keine Zeit haben. „Da wird es eine Besprechung geben, das könnte im April starten“, so Voigt.

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