Bauvorhaben gegenüber des Schongauer Bahhofs.
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Das Vorhaben gegenüber des Schongauer Bahnhofs wurde gegen drei Stimmen befürwortet.

Bau- und Umweltausschuss

Bauanträge: Stadträte wünschen sich mehr Zeit zur Sichtung

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Mehrere Stadträte in Schongau wünschen sich bei der Behandlung von Bauanträgen mehr Zeit zur Sichtung der Unterlagen. Das Problem wurde jüngst mal wieder deutlich.

Schongau – Für die Bauherrn soll es möglichst schnell gehen, weshalb das Bauamt versucht, auch in letzter Sekunde eingegangene Bauanträge noch auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Für die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses nicht immer ganz einfach, da die Zeit zur Prüfung der Unterlagen fehlt. Diese Problematik wurde jüngst wieder einmal deutlich, als es um ein Vorhaben in der Hermann-Ranz-Straße ging.

Geplant ist ein Mehrfamilienhaus im Bereich des ehemaligen Autohauses gegenüber dem Bahngelände. In dem Mischgebiet sollen 13 barrierefreie Wohneinheiten entstehen. Die dazugehörende Tiefgarage bietet zehn Stellplätze, 14 weitere werden auf dem Grundstück nachgewiesen. Das Bauvorhaben liegt in einem Mischgebiet, die Bauobergrenzen würden eingehalten, allerdings wird das Gebäude etwas höher als die in der Nachbarschaft, informierte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. Die Unterschriften der Anwohner liegen nicht vor.

„Ich finde es nicht gut, dass wir es erst in der Sitzung präsentiert bekommen, ich würde mir solche Pläne gerne in Ruhe ansehen“, monierte Bettina Buresch (Grüne), die „keine sehr gute Erfahrung mit diesem Bauherrn“ gemacht habe. Schließlich handele es sich um ein relativ großes Bauvorhaben an einer markanten Stelle. Auch Ilona Böse (SPD) wünschte sich die Zeit, solche Vorhaben im Vorfeld gründlich anschauen zu können. Sie sei zwar eine Verfechterin von Nachverdichtung, aber speziell die Höhenentwicklung könne man besser darstellen. Martin Schwarz (SPD) hatte zuvor diesen Punkt angesprochen: „Ich habe keine Lust, dass es wieder Tumulte von Nachbarn gibt, weil ihnen die Sonne fehlt.“

Dietrich erläuterte, dass man sehr nahe bei den Wandhöhen sei, die im Viertel üblich seien. „Das Vorhaben fügt sich ein, es wäre sehr schwer, dem nicht zuzustimmen, wir würden ersetzt werden.“ Auch einen Vorteil für die Anlieger zeigte der Stadtbaumeister auf: Das große Gebäude biete einen Schallschutz Richtung Bahn. „Hoffentlich wissen die Nachbarn dies auch“, so Schwarz.

Nach einer Rückstellung des Punktes bis ans Ende der Sitzung konnte jedes Bauausschussmitglied noch einmal einen Blick in die Baupläne werfen. „Mir geht es zu flux“, monierte Böse (SPD) dennoch, zumal sie sich vorgenommen habe, kritischer zu sein. Der Bauantrag wurde gegen drei Stimmen befürwortet.

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