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Die Birkenallee in Schongau soll wieder so schön werden wie in den 50er Jahren.

Aus dem Schongauer Bauausschuss

Aus dem Birkenweg soll wieder eine Allee werden

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Druckfrisch war der Antrag von Bettina Buresch (ALS), den der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung behandelte: Die Stadträtin wünscht sich, dass der einst so schöne Birkenweg wiederhergestellt wird und die Birkenallee damit ihren Namen wieder verdient. Gute Idee, aber erst den Radweg planen, hieß es.

Schongau – „Der Birkenweg ist auf vielen historischen Fotografien markant und stadtbildprägend als Birkenallee dokumentiert“, begründet Bettina Buresch ihren Antrag, den Birkenweg als Allee wiederherzustellen. „Durch rücksichtsloses Vorgehen bei Bauarbeiten der Telekom u.a. wurden etliche Bäume stark beschädigt und mussten gefällt werden“, so die ALS-Stadträtin weiter. Einige der Bäume seien zudem durch orkanartige Stürme gefallen oder zumindest so stark beschädigt worden, dass sie gefällt werden mussten. Buresch hatte sich bei Stadtförster Klaus Thien erkundigt. Eine gute Zeit für die Aufforstung sei der Frühsommer, man müsse jetzt also rasch entscheiden.

Diverse Bäume im Birkenweg mussten gefällt werden.

Stadtbaumeister Sebastian Dietrich bestätigte, dass durch unsachgemäße Tiefbauarbeiten von Fremdfirmen Bäume im Wurzelbereich beschädigt worden waren. Neue Bäume zu setzen, werde seitens der Stadt auch befürwortet, allerdings schlägt die Verwaltung vor, mit der Aufforstung noch etwas abzuwarten. Dietrich verwies darauf, dass derzeit ein Konzept ausgearbeitet werde zur Neugestaltung der Radwege im Stadtgebiet. Daher könne noch keine Aussage getroffen werden über die künftige Funktion des Birkenweges als Fuß- und/oder auch als Radweg. Dietrich schlug vor, „der Stellungnahme der Experten nicht vorwegzugreifen und nun Tatsachen zu schaffen, wo wir vielleicht in einem halben Jahr frisch gepflanzte Bäume wieder fällen müssen“.

„Das höre ich immer wieder als Argument, dass wir erst das Radwegekonzept abwarten sollen“, entgegnete Buresch. Da ein künftiger breiter Fuß- und Radweg aber nicht alleine im Birkenweg verlaufen würde, sondern im weiteren Verlauf dann auch unübersichtliche Kreuzungen habe, „entscheidet da doch unser gesunder Menschenverstand“, so Buresch. Sie sieht einen Radweg von Altenstadt her kommend eher Richtung Haldenbergerstraße. „Wir müssen gerade Wege schaffen und keine gefährlichen Abbiegesituationen“, kritisierte Buresch. „Dafür brauche ich keine Experten, da können wir unserem Urteilsvermögen vertrauen und selbst Entscheidungen fällen.“

Auch könnten andere Straßen und Wege eher breiter ausgebaut werden als der Birkenweg, man müsse schließlich an die E-Bikes denken, die bis zu 25 Stundenkilometer schnell sind. „Ich würde den Birkenweg möglichst ruhig halten, das ist einer der beliebtesten Spazierwege in Schongau überhaupt – auch für unsere Gäste.“

Malerisch: Postkarte der Birkenallee mit Café Schöngau aus den frühen 1930er Jahren

Bürgermeister Falk Sluyterman war ebenfalls der Meinung, dass man erst das Radwegekonzept abwarten solle, „das Büro arbeitet bereits daran“. Den grundsätzlichen Antrag Bureschs auf Wiederaufforstung trägt der Schongauer Rathauschef aber mit: „Da sind wir wohl alle einer Meinung: Die namensstiftenden Bäume erhalten, aber es muss ja nicht in diesem Frühjahr sein.“ Geklärt werden müsse noch die Frage, ob vielleicht noch weitere Bäume ausgetauscht werden müssen, die Allee also komplett neu gepflanzt wird, oder nur einzelne Bäume.

Ilona Böse (SPD) wollte zwar ebenfalls das Radwegekonzept abwarten, die Aufforstung jedoch nicht zu weit schieben. „Sobald Thien die Bäume überprüft hat, sollten wir das zeitnah machen.“ Gegen die Stimmen von Bettina Buresch und Nina Konstantin wird die Neugestaltung des Birkenweges bis zum Vorliegen eines Radwegekonzeptes für die IKEK-Gemeinden zurückgestellt.

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