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Über diesen Werbeausleger am Lindenplatz wurde im Bauausschuss länger diskutiert. 

Bauausschuss

Werbe-Ausleger sorgt für Debatten

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Schongau - In regelmäßigen Abständen gibt es im Schongauer Bauausschuss Diskussionen über die Werbesatzung. Jüngster Anlass war ein Werbe-Ausleger am Lindenplatz.

Michael Wölfle vom städtischen Bauamt konnte sich ein süffisantes Grinsen nicht verkneifen, als es in der Sitzung um den Antrag eines Werbeschildes und eines Auslegers am Lindenplatz ging. „Denn der Ausleger hängt schon, da ist wohl etwas schiefgelaufen“, sagte Wölfle. Zumal der Ausleger selbstleuchtend ist, was laut Werbesatzung nicht zulässig ist. Dort ist festgelegt, dass er angestrahlt werden muss. „Aber da haben wir schon öfter Ausnahmen zugelassen, deshalb kann man das nachträglich genehmigen“, so Wölfle. Das Schild, das noch oberhalb des Ladens angebracht werden soll, sei problemlos.

Doch ganz so einfach wollte Bettina Buresch (ALS) das nicht hinnehmen. „Dass wir viele Ausnahmen genehmigen, macht die Sache nicht besser. Wir müssen auch einmal konsequent sein und so etwas ablehnen“, forderte sie. Solche Werbeschilder passen ihrer Meinung nach nicht zur historischen Altstadt. „Man muss die Geschäfte unterstützen, aber die Optik hat auch ihren Wert.“ Ihr Parteikollege Siegfried Müller pflichtete ihr bei: „Wir lassen alles zu. Warum sollten wir es woanders ablehnen?“

Ilona Böse (SPD) war da etwas diplomatischer. Man habe diese Themen oft diskutiert, sagte sie und rief dabei ein breites Grinsen bei Wölfle hervor. Seit Jahren wird immer wieder gefordert, die Werbesatzung auf einen neuen Stand zu bringen, Böse brachte diesen Vorschlag erneut. „Die muss einfach auf den neuesten Stand gebracht werden. Deshalb muss auch gegen diesen Antrag stimmen.“

Auch Stephan Hild (UWV) fand die Argumente nachvollziehbar, zog aber andere Schlüsse daraus: „Jetzt haben wir so oft Ausnahmen zugelassen, da können wir es nochmal machen. Sonst holt uns das übers Landratsamt ein“, sagte Hild und sprach eine wahrscheinliche nachträgliche Genehmigung durch die übergeordnete Behörde an. Auch er sprach sich zum wiederholten mal für eine Überarbeitung der Werbesatzung aus, zumal sich in den vergangenen Jahren dank der LED-Lichter viel verändert habe und die selbstleuchtenden Ausleger nicht mehr so grell seien wie früher.

Die nachträgliche Genehmigung des Werbe-Auslegers ging letztlich nur hauchdünn und mit Stimme des Bürgermeisters mit 5:4 durch.

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