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Das Busfahren soll vereinfacht werden.

Stadtrat Schongau

Begeisterung über Bus-Pläne

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Mit Begeisterung sind im Schongauer Stadtrat die Pläne aufgenommen worden, den Busverkehr im Mittelzentrum „Ammer-Lech-Land“ mit Schongau, Peiting und Altenstadt sowie Hohenfurch zu verbessern. Es gab nur kleine Verbesserungswünsche.

Schongau – Wie berichtet, soll es ein gemeinsames Ticket geben, das für alle Busverbindungen im Mittelzentrum gilt. Außerdem sollen die Fahrpläne einheitlich gestaltet werden, und zwar in Anlehnung einer Broschüre, wie es sie in Schongau bereits gibt. „Die ist vorbildlich“, sagte Hauptamtsleiterin Bettina Schade im Stadtrat.

Was in dem informativen SN-Bericht vom Montag noch gefehlt habe, so Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD), sei die Tatsache, dass es sich bei dem vergünstigten Ticket – fürs Mittelzentrum vier Euro, innerhalb Schongaus zwei Euro – um ein Tagesticket handele, man also die Busse mehrmals täglich nutzen könne. Zwar kostet der Stadtbus bereits jetzt pro tag zwei Euro, doch könne man mit dem neuen Ticket künftig beispielsweise am Bahnhof in den Bus von Enzian-Reisen Richtung Krankenhaus einsteigen, sagte Sluyterman. „Das ist für die Stadt ein erheblicher Mehrwert, das sollte es uns wert sein“, so Sluyterman. Denn die Tickets werden verbilligt angeboten, die Stadt muss bei der Tageskarte innerhalb Schongaus 1,40 Euro pro Ticket drauflegen, bei der Tageskarte fürs Mittelzentrum 1,60 Euro.

Weitere Kosten entstehen für die Stadt laut Schade durch die nötigen 37 Haltestellen-Schilder im Stadtgebiet, die errichtet werden sollen. Das soll rund 2000 Euro kosten. Die größeren und einheitlichen Fahrplankästen schafft der RVO an.

„Endlich geht beim interkommunalen Entwicklungskonzept (Ikek) etwas vorwärts“, freute sich Gregor Schuppe (ALS). Als kleinen Wermutstropfen sah er nur das zu kleine Ammer-Lech-Land-Logo auf den geplanten neuen Haltestellen-Schildern. „Das muss größer sein, damit die Fahrgäste wissen: Diesen Bus gibt es wegen des Ikek.“ Sluyterman sicherte zu, die Anregung aufzunehmen, und freute sich ebenso wie Schuppe. „Mit diesem Projekt können wir zeigen, dass wir zusammenarbeiten.“ Leider sei die Bayerische Regiobahn noch nicht dabei, aber das könne vielleicht später noch kommen.

Für Stefan Konrad (SPD) war es „ein Schritt in die richtige Richtung“, aber auch ihm ist das Logo zu klein. Marianne Porsche-Rohrer (CSU) wollte als Behindertenbeauftragte natürlich wissen, ob es für diese Zielgruppe Vergünstigungen gebe und ob Rollstuhlfahrer überhaupt mitfahren können. Letzteres bejahte Sluyterman, seines Wissens seien die Busse mit den nötigen Rampen ausgestattet. „Und im Fahrplan wird drinstehen, welcher Bus rollstuhlgerecht ist“, so Sluyterman. Eine Vergünstigung für Behinderte sei derzeit aber nicht vorgesehen, schränkte er ein. „Wir werden aber sicher nach einiger Zeit schauen, ob es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“

Auch Konrad blickte schon in die Zukunft: „Wenn sich das zum erhofften Erfolgsmodell entwickelt, kann man dann überlegen, auch andere Gemeinden anzubinden?“, wollte er wissen. Da bremste Sluyterman etwas. Schon jetzt sei mit Hohenfurch eine Gemeinde dabei, die gar nicht zum Mittelzentrum gehöre – „wobei man die Frage stellen kann, ob es ein Fehler war, dass die beim Start nicht mitgemacht hatten“, sinnierte Sluyterman. Aber man sollte erst im engen Umkreis starten.

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