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Am Freitag wurde nachgebessert: Rechts ist deutlich die verbreiterte Asphaltschicht bei der Einfahrt zur Behelfsbrücke zu sehen.

Kurz nach der Freigabe

Behelfsbrücke am Schongauer Lechkanal: Lkw steckt fest

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Die Behelfsbrücke am Schongauer Lechkanal war am Donnerstagabend gerade einmal eine halbe Stunde befahrbar, da passierte der erste Unfall. Den ganzen Freitag über wurde vom Staatlichen Bauamt nachjustiert, damit ab Montag alles funktioniert. Sonst droht der Verkehrskollaps.

Schongau – Unter Flutlicht wurde am Donnerstagabend die neue Verkehrsführung mit Betonleitwänden aufgebaut, danach rollte der Verkehr Richtung Peiting über die neue Behelfsbrücke – aber nicht lange. Gegen 22 Uhr kam ein rumänischer Lkw-Fahrer (38) mit der engen, verwinkelten Zufahrt zur Brücke nicht zurecht und blieb mit seinem Anhänger am Stahlträger des Brückenaufbaus hängen. „Er musste rund eine Stunde rangieren, um endlich die Brücke passieren zu können“, sagte Schongaus Vize-Polizeichef Manfred Maier.

Der Schaden blieb mit 300 Euro am Lkw und belanglosenKratzspuren an der Brücke gering, doch löste der Vorfall noch in der Nacht hektische Betriebsamkeit aus. „Die Betonleitwände waren falsch aufgestellt, Lkw kamen da nicht durch“, sagte Maier. Deshalb wurde die Verkehrsführung umgehend wieder geändert und am Freitagmorgen nachgebessert. Das Staatliche Bauamt organisierte auf die Schnelle eine Asphaltier-Kolonne, die den Wendebereich etwas verbreiterte.

„Wir haben die Situation mit der Polizei analysiert“, sagte Christoph Prause, Abteilungsleiter konstruktiver Ingenieurbau am Staatlichen Bauamt. Man wusste bereits im Vorfeld, dass es an dieser Stelle eng wird. Doch man habe bereits den Bahnbereich angegraben, musste das Pumpenhäuschen umgehen – „wir hatten einfach nicht viele Möglichkeiten“, so Prause. Und grundsätzlich reiche der Platz aus – für ortskundige Fahrer, wie Prause betont. „Es ist eben so, dass hier viele überörtliche Lkw-Fahrer unterwegs sind, die mit der Situation möglicherweise überfordert sind.“ Es sei aber klar, dass man nach einem Vorfall wie am Donnerstagabend reagieren müsse. Das sagte auch Maier: „Wenn am Montag begonnen wird, die nördliche Hälfte der bestehenden Kanalbrücke abzureißen und nur noch die Behelfsbrücke zur Verfügung steht, muss dort jedes Fahrzeug drüberfahren können.“

Das will das Bauamt zusichern. Bereits am Freitagvormittag habe man nach der Asphaltierungs-Aktion die Brücke kurzzeitig wieder geöffnet, um zu schauen, wie Lkw mit dem etwas breiteren Platz in die Brücke einfahren. Außerdem habe ein Kollege einen Gelenkbus bei einem Unternehmen angefordert, der ebenfalls Probe fahren sollte – das ist bei dem langen Schwenkbereich der ultimative Test. „Wir sind guter Dinge, dass uns die Nachbesserung gelingt“, sagte Prause.

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