+
Testphase abgebrochen: Für die langen RVO-Busse gab es kein Durchkommen. Das mussten auch die Fachleute vom Hochbauamt und von der Polizei einsehen.

Neue Behelfsbrücke am Mühlkanal

Große Busse bleiben ausgesperrt

Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke über den Mühlkanal am östlichen Ortsausgang von Schongau verzögert sich jetzt bis nach den Osterferien. Der Grund: Die Testphase mit Bussen hat gezeigt, dass der neu geschaffene Übergang wegen der beengten Zufahrt für Fahrzeuge mit mehr als zwölf Meter Länge nicht passierbar ist.

Schongau – „Von uns sind vier Busse betroffen, die länger als zwölf Meter sind“, sagt der RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer. Von den acht RVO-Bussen haben zwei eine Länge von 15 Metern. Außerdem fährt für den RVO fährt noch ein Jehle-Bus sowie ein Subunternehmer mit ebenfalls langen Bussen. Auch für sie ist die Behelfsbrücke tabu.

„Unsere Busfahrer, die täglich an der Behelfsbrücke vorbeifuhren, haben wegen der beengten Zufahrt von Anfang an ihre Bedenken geäußert und deshalb eine Testfahrt angeregt“, berichtet Ralf Kreuzer.

Und tatsächlich: Für die langen 15 Meter Busse ist die Einfahrt bei einem normalen Fahrbetrieb nicht zu schaffen. Für ein aufwändiges Rangieren fehle zudem die Zeit. „Dadurch würde auch der gesamte Verkehr behindert“, gibt Kreutzer zu bedenken.

Das haben die Fachleute des Staatlichen Hochbauamtes Weilheim bei der Testphase auch einsehen müssen. „Dass es eng werden wird, war uns schon klar“, sagt German Abenthum, Sachgebietsleiter für Brückenbau beim Staatlichen Hochbauamt Weilheim. Wegen des im Brückenbereichs vorhandenen Pumpenhauses und der Trafostation habe man die Zufahrt so kurvig anlegen müssen.

Die Behelfsbrücke auf der anderen Seite der Mühlkanalbrücke zu platzieren, das sei nicht möglich gewesen, weil dort so gut wie kein zugänglicher Grund vorhanden sei. In diesem Bereich konnte lediglich ein Steg für die Fußgänger angelegt werden.

„Wenn unsere langen Busse auf die Umgehungsstraße ausweichen müssen, ist das ein Problem, weil dann die Fahrpläne nicht mehr einzuhalten sind und die Anschlussverbindungen nicht mehr stimmen“, gibt Kreutzer zu bedenken. Da werde man sich zusammensetzen und nach einer Lösung suchen müssen.

Für das Staatliche Hochbauamt Weilheim geht es jetzt darum, die entsprechende Beschilderung herzurichten, damit die Umleitung der langen Fahrzeuge rechtzeitig in die Wege geleitet werden kann. Von Schongau nach Peiting bleibt da nur die Umgehungsstraße als Ausweichstrecke. Für die entgegengesetzte Richtung von Peiting nach Schongau kann der Verkehr wie gehabt laufen – allerdings nur einspurig, sobald mit den Bauarbeiten an der alten Mühlkanalbrücke begonnen wird. Sie wird – wie berichtet – der Länge nach in der Mitte durchgeschnitten. Dann wird die eine Hälfte abgerissen und neu gebaut. Auf der anderen Hälfte kann der Verkehr währenddessen einspurig weiterlaufen.

Michael Gretschmann

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Zum Huterer“: Einbruch nach der Musiknacht
Die Musiknacht „Sound in the City“ endete für ein Schongauer Lokal gar nicht friedlich: Beim „Huterer“, Kaffeehaus und Cocktailbar in der Weinstraße, wurde eingebrochen.
„Zum Huterer“: Einbruch nach der Musiknacht
Kanalanschluss kommt Schwabbrucker teuer
Die Planungen für den Anschluss Schwabbrucks an das Schongauer Klärwerk kommen voran. Im kommenden Jahr soll die Druckleitung verlegt werden, die gemeindliche …
Kanalanschluss kommt Schwabbrucker teuer
Dem Himmel sehr nah
In Hohenfurch wurde Kirchweih gefeiert. Dazu gehört traditionell auch der Langbalken in der Tenne.
Dem Himmel sehr nah
Brauchtum und Verbundenheit
Beim 93. Wildsteiger Leonhardi-Ritt hat einfach alles gepasst: 135 prächtig herausgeputzte Pferde waren dabei, vier Festwagen, drei Landauer, die örtliche Musikkapelle …
Brauchtum und Verbundenheit

Kommentare