Stellwerkstörung behoben: Weiter Verzögerungen und Ausfälle

Stellwerkstörung behoben: Weiter Verzögerungen und Ausfälle
+
Langweilig wird es im Kindernest Schongau nie. Unser Bild zeigt eine Gruppe mit Diana Meltretter (Mutter und Vorstandsmitglied).

Es gibt noch freie Plätze

Beim Schongauer Kindernest steht Umbruch bevor

Als eine Alternative zu den Regelkindergärten ist vor rund 20 Jahren das Schongauer Kindernest gegründet worden. Es stellt eine Bereicherung zur Kindergartenlandschaft dar. Doch heuer steht ein Umbruch bevor, denn zwei Vorstandsmitglieder scheiden aus.

Schongau – Mit Bettina Schuppe und Diana Meltretter müssen im Sommer zwei Mütter nach langjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand ausscheiden, da ihre Kinder zur Schule kommen. Es werden somit engagierte Eltern gesucht, die im Vorstand mitwirken, damit die Erfolgsgeschichte des Kindernestes weitergehen kann.

„Unser Kindernest hat 15 Plätze für Buben und Mädchen im Alter von zwei bis Schuleintritt, und betreut werden sie von zwei sehr motivierten und engagierten liebevollen Erzieherinnen“, berrichtet Bettina Schuppe. Bei der Betreuung und Organisation ist Elternmitarbeit erwünscht. Pro Familie sind zwei Betreuungstage im Monat angesetzt, und diese ehrenamtliche Mitarbeit wird auch vergütet.

Warum ist es so schön, ein Kindernestkind zu sein? Schuppe und Meltretter zählen die Gründe auf:

-Zwei Erzieherinnen können auf jedes Kind mit seinen Stärken und Interessen gezielt eingehen. Es entwickelt sich ein hohes Vertrauensverhältnis zum Kind, da man sich durch enge Zusammenarbeit mit Eltern gut kennt.

-Kinder bleiben über vier Jahre in der selben vertrauten Einrichtung, Geschwisterkinder können zusammen bleiben, somit ist eine familiäre Atmosphäre gewahrt.

-Kinder haben mit den Erzieherinnen zwei feste Bezugspersonen und erleben zugleich verschiedene Eltern zusätzlich in der Betreuung.

-Kinder können sich frei in den Raumen bewegen und entfalten, sie wachsen sehr behütet auf.

-Durch die Altersmischung unter den Kindern, die kleine Gruppe und die enge Einbindung der Kindernestmamas und -papas in den Alltag entwickeln die Kinder eine starke, offene Persönlichkeit und eine hohe Sozialkompetenz.

„Besonders schön für die Kinder ist es, wenn die eigene Mama oder der Papa ein- bis zweimal im Monat vormittags bei der Betreuung mitarbeiten“, betonen Diana Meltretter und Bettina Schuppe. Und sie ergänzen: „Das Mitbetreuen ist das Herzstück des Kindernestes. Wir schätzen diese wertvolle Zeit sehr, die wir an den Vormittagen mit unseren Kindern im Kindernest gemeinsam verbringen.“

Durch den hohen Betreueranteil (täglich zwei bis drei Erwachsene für 15 Kinder) sind im Kindernest zusätzliche Aktionen möglich, z.B. Schwimmen im Plantsch, Ausflüge am Vormittag und besondere Projekte. Freitags zum Beispiel verbringt die Gruppe den Vormittag im nahe gelegenen Wald und erlebt Natur und Tiere hautnah. Kinder und Eltern können den Alltag in vielen Bereichen mitgestalten, und die Eltern können durch die Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen viele Anregungen für die eigene Erziehungsarbeit bekommen.

Derzeit sind im Schongauer Kindernest noch zwei Plätze frei. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, ebenso Schnuppertage nach Vereinbarung. Ab September stehen dann weitere Plätze zur Verfügung. „Neue Familien, die sich für ihre Kinder einen besonderen Kindergarten wünschen und sich dafür etwas Zeit nehmen wollen, sind herzlich willkommen“, so der Aufruf von Bettina Schuppe.

Kindernester gibt es im Landkreis Weilheim-Schongau außer in Schongau bisher nur in Weilheim und Seeshaupt

Nähere Infos auf der Homepage des Kindernestes unter www.kindernest-schongau.de.

Michael Gretschmann

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Darf ein Richter demonstrieren? Kurioser Strabs-Streit in CSU
In der CSU ist ein kurioser Streit über die Straßenausbau-Beitragssatzung (Strabs) entbrannt – und zwar an der Person von Schongaus Fraktionschef Michael Eberle. …
Darf ein Richter demonstrieren? Kurioser Strabs-Streit in CSU
Unfall-Tragödien erschüttern die Region: Zwei junge Schwestern sterben
Am Freitag kam es gleich zu zwei tödlichen Unfällen im Landkreis Weilheim-Schongau. Drei Menschen fanden hier den Tod, darunter auch zwei Schwestern im Altern von erst …
Unfall-Tragödien erschüttern die Region: Zwei junge Schwestern sterben
912 Unterschriften gegen die Strabs
In Schongau wird gegen sie demonstriert, und auch in Peiting rührt sich der Protest gegen die Straßenausbaubeitragssatzung. 912 Unterschriften haben Strabs-Gegner für …
912 Unterschriften gegen die Strabs
Glätte-Unfall auf der B2: Zwei Schwestern (16 und 20) sterben bei Unfall
Bei einem Unfall auf der B2 sind am Freitag zwei Schwestern (16 und 20) aus Weilheim getötet worden.
Glätte-Unfall auf der B2: Zwei Schwestern (16 und 20) sterben bei Unfall

Kommentare