Auf dem Streuobstgelände im Klostergarten Polling: Gartenbauvereinsvorsitzende Maria Hager mit Mann Hans und Sohn Jakob.
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Auf dem Streuobstgelände im Klostergarten Polling: Gartenbauvereinsvorsitzende Maria Hager mit Mann Hans und Sohn Jakob.

Beim „Tag der offenen Streuobstwiesen“ gab es auch Bäume alter Sorten zu sehen

Alte Sorten wie „Bellefleur“ und „Goldparmäne“

Streuobst betrachten und genießen, das konnten die Besucher bei herrlichem Wetter am ersten „Tag der offenen Streuobstwiesen“. In und um Weilheim hatten Gartenbauvereine und Privatleute zur Besichtigung solcher Flächen eingeladen.

Landkreis – Viele Besucher erkundeten zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Wiesen, wie die Streuobstwiesen auf Gut Dietlhofen, die Streuobstwiese an der Ammer mit über 150 Hochstämmen, die Streuobstwiesen auf dem „Gmünder Hof“ oder die Streuobstwiese in Birkland. Zum Rahmenprogramm gehörten auch Führungen.

Viel Betrieb herrschte auf dem Streuobstwiesen-Gelände im Klostergarten Polling. Dort konnten sich die Besucher auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Areal an den 53 Bäumen – vorwiegend Apfelbäumen – von alten Sorten wie „Rambur“, „Goldparmäne“, „Bellefleur“ und „Kaiser Wilhelm“ erfreuen.

„Wir haben den Garten seit zwei Jahren vom Pollinger Kloster gepachtet“, so Maria Hager, Vorsitzende des örtlichen Gartenbauvereins. „Nachdem wir für unsere Bäume Baumpaten gesucht hatten, haben sich 40 Menschen gemeldet, die die Bäume das ganze Jahr über pflegen.“ Die Baumpaten hatten für den Aktionstag Kuchen gespendet, die reichlich Absatz fanden, denn unter den Bäumen waren Bänke und Tische aufgestellt. Der Erlös des Kuchenverkaufs kommt sozialen Einrichtungen zugute. Kinder konnten beim „Tag der offenen Streuobstwiesen“ in Polling im Schatten der Bäume einer Märchenerzählerin lauschen.

Im Lehrgarten in Wielenbach war die Resonanz auf den Aktionstag gering. Angelika Balser, Vorsitzende des Gartenbauvereins, führt das darauf zurück, dass kein Rahmenprogramm geboten wurde. „Wir haben wegen Corona absichtlich darauf verzichtet“, sagte Balser. Auf der noch jungen Anlage – sie besteht seit 2006 – stehen 16 Bäume, von der Elsbeere über die Mehlbeere bis zur essbaren Mispel. Die Mispel braucht, um besonders gut zu munden, den Frost, und aus Mehlbeeren lässt sich, wie im Lehrgarten zu erfahren war, ein hervorragender Schnaps machen. „Wir bieten einen Querschnitt durch den Obstgarten“, so Balser. Die Mitglieder ihres Vereins dürfen auf der Streuobstwiese Obst in haushaltsüblichen Mengen ernten.

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