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Der Chor „Vivace“ begeisterte mit seinem breiten Repertoire an Musikstücken die Besucher.

Benefizkonzert Verklärung Christi 

Swing, Spirituals und Tote Hosen

Anfang März, mitten in der Fastenzeit, wurde der 50. Weihetag der Stadtpfarrkirche Verklärung Christi bereits mit einem Festgottesdienst gefeiert. Da an dieses Jubiläum aber auch das ganze Jahr über erinnert werden soll, war der Pfarrsaal von Verklärung Christi in der österlichen Festzeit Schauplatz von zwei besonderen Chorkonzerten zu diesem Anlass.

Schongau – Die „SingGruppe Regenbogen“ und der Chor „Vivace“ begeisterten die zahlreichen Besucher an zwei Abenden mit eindrucksvollen Darbietungen. Die „SingGruppe Regenbogen“ hat sich vor 36 Jahren aus einem Freundeskreis heraus entwickelt. Die Leiterin Rosi Drainas-Haseitl kann dabei nicht nur auf die 20 Singstimmen ihres Ensembles zählen; die musikalischen Talente der Gruppenmitglieder erlauben es auch, reine Instrumentalstücke in das Repertoire aufzunehmen.

Der Chor „Vivace“ besteht in dieser Form seit knapp acht Jahren, war aber vorher unter dem Namen „Ökumenischer Chor“ bereits ein Begriff. Die 21 Sängerinnen und Sänger werden am Piano begleitet von Tamea Budinski. Leiter des Chores ist seit zwei Jahren Thomas Huppertz aus Mammendorf, der seit kurzem auch an der Musikschule Pfaffenwinkel als Fagott-Lehrer tätig ist.

Mit den „Fagottdompteuren“, einem ungewöhnlichen Ensemble aus fünf dieser Instrumente, eröffnete Huppertz auch das Konzert, bevor Stadtpfarrer Norbert Marxer die Besucher und besonders auch die Interpreten begrüßen durfte. Passend zum Anlass der Veranstaltung intonierte die „SingGruppe Regenbogen“ zu Beginn ihres ersten Programmteils ein Geburtstagsständchen. Beeindruckend war die Vielfältigkeit; ein traditionelles irisches Instrumentalstück folgte auf ein Lied von Kathi Stimmer-Salzeder, während ein Lied von Udo Jürgens („Ich glaube“) diesen Teil abschloss.

„Vivace“ stand dem nicht nach: einem deutschen Schlager der späten 60er Jahre („Zucker im Kaffee“) verpassten sie einen lässigen Swing-Sound, und ein altrussischer Kirchengesang bildete mit einem A-Cappella-Popsong der 80er Jahre („Only You“) und dem amerikanischen Spiritual „Joshua fit the Battle of Jericho“ ein harmonisches Ganzes.

Nach einer kurzen Pause mit Getränkeausschank durch den Weltladen Schongau eröffneten die „Fagottdompteure“ – zunächst nur Thomas Huppertz an der Altblockflöte und Melina Oesterle am Fagott – den zweiten Teil des Konzerts. Auch hier trafen bei beiden Chören wieder musikalische Welten aufeinander: Tote Hosen neben dem Dschungelbuch, das elegische „Mother Earth is crying“ des Grazer Komponisten Lorenz Maierhofer sowie „Night and Day“ von Cole Porter, um nur einen Teil der gelungenen Darbietungen zu nennen.

Nachdem Martin Holleschowsky die Tätigkeit der Schongauer Tafel (der die Spendenerlöse der beiden Abende zugutekamen) vorgestellt hatte, versammelten sich die Mitglieder beider Chöre für zwei gemeinsame Lieder auf der Bühne. Nach dem Dank der Pfarrei an alle Mitwirkenden war auch das Publikum aufgefordert, zum Abschluss zusammen mit den Chören in das irische Segenslied einzustimmen: „Möge die Straße uns zusammenführen.“ 

  Helmut Bernhardt

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