Geiselnahme in Köln: Polizei hat Kontakt zu Täter und wichtige Botschaft für Bevölkerung

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So sieht ein Saufang aus, mit dem Wildschweine gefangen und dann erlegt werden sollen.

Bejagung von Wildschweinen im Schongauer Land

Bereits zwei Saufänge genehmigt

Im Zuge der drohenden Afrikanischen Schweinepest rückt auch der Saufang als Mittel zur Dezimierung des Schwarzwildbestands immer mehr in den Fokus.

Weilheim-Schongau – Im Landkreis Weilheim-Schongau ist die Schwarzwildproblematik revierweise zu betrachten. „In Einzelfällen verursacht Schwarzwild immer wieder erhebliche Schäden. Die Bejagung von Schwarzwild ist somit aus der Sicht der Unteren Jagdbehörde konsequent und intensiv durchzuführen“, sagt Helmut Stork vom Landratsamt Weilheim-Schongau.

Neben revierübergreifenden Bewegungsjagden sei auch der Saufang ein mögliches Instrument für die Bejagung. Dabei ist es an den Beteiligten vor Ort – Revierinhaber und Jagdgenossenschaft – die Möglichkeit objektiv zu prüfen und zu entscheiden, ob ein Antrag für einen Saufang bei der Unteren Jagdbehörde in Betracht kommt.

Derzeit sind im Landkreis Weilheim-Schongau zwei Saufänge genehmigt. Einer davon ist ein so genannter mobiler Saufang, der in zwei verschiedenen benachbarten Revieren eingesetzt wird.

Die Voraussetzungen für die Genehmigung eines Saufanges werden nach Worten von Stork im Einzelfall geprüft. Wichtig sei das Ausmaß der Schwarzwildschäden, die vorhandene Population sowie die Anzahl der erlegten Sauen. „Der Saufang muss in jedem Fall tierschutzgerecht betrieben werden“, so Stork.

Bevor die Lebendfalle in Betrieb genommen wird, wird sie von der Unteren Jagdbehörde, dem Jagdberater und dem Veterinäramt abgenommen. Damit ist der Saufang eine sogenannte „ergänzende Jagdmethode“. Daneben seien alle Anstrengungen zu unternehmen, das Schwarzwild zu bejagen, etwa durch revierübergreifende Bewegungsjagden.

Wie hoch die derzeitige Schwarzwildpopulation ist, sei schwer schätzbar. Die Abschusszahlen betrugen in 2014/15 312 Stück, 2015/16 562 Stück und in 2016/17 352 Stück. „Aus unserer Kenntnis ist der Aufwand für den Betrieb eines Saufangs sehr hoch; er muss ständig kontrolliert werden, der Tierschutz muss permanent sichergestellt sein“, erklärt Stork.

Der Vorteil des Saufangs bestehe darin, dass damit ein ständiger Jagderfolg erzielt werden kann, unter Umständen können mehrere Tiere gleichzeitig gefangen und erlegt werden, „jedoch lediglich als Ergänzung zur gesamten Jagdstrategie“, wie er betont.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat mittlerweile die „Installation von Fangeinrichtungen“ in sein Maßnahmenpaket zur Reduzierung von Schwarzwild aufgenommen. Die Größe eines Saufangs ist individuell unterschiedlich; zum Beispiel ist in einem Fall der Saufang drei mal sieben Meter groß.

Myrjam C. Trunk

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