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Der alte mit dem neuen Schulleiter: (v.l.) Thomas Schütz wurde verabschiedet, sein Nachfolger ist Andreas Streinz.

Berufliches Schulzentrum Schongau

Thomas Schütz als Schulleiter verabschiedet, Andreas Streinz als Nachfolger begrüßt

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Nach rund zehn Jahren als Leiter des Beruflichen Schulzentrums Schongau geht Thomas Schütz nun in den Ruhestand. In coronabedingt kleiner Runde wurde er verabschiedet – und sein Nachfolger Andreas Streinz begrüßt.

Schongau – „Chef sein macht einsam, das hört man oft“: Thomas Schütz, seit 2011 Leiter des Beruflichen Schulzentrums Schongau, kann das allerdings nicht bestätigen. Die Meinung seiner Kollegen sei ihm immer wichtig gewesen. 

Und darum sei es immer ein gutes Miteinander – auch mit den Schülern – gewesen. Es sei wichtig, sich in die Lage der anderen zu versetzen, die Stärken der Kollegen zu nutzen und sie mitgestalten zu lassen. „Gemeinsam haben wir einiges geschafft“, blickte Schütz zufrieden zurück.

Doch nun beginnt ein neuer Abschnitt. Schütz geht in den wohlverdienten Ruhestand – sein bisheriger Stellvertreter Andreas Streinz übernimmt den Posten. „Hier ist heute alles geboten“, stellte Regierungspräsidentin Maria Els deshalb fest. 

Schüler sorgen für Essen und Trinken

Der alte Schulleiter wurde verabschiedet, der neue begrüßt, und einen neuen Stellvertreter gibt es deshalb nun auch. Matthias Hechenberg wird diese Aufgabe übernehmen.

Coronabedingt in kleiner Runde kamen einige Ehrengäste zu den Feierlichkeiten in der Berufsschule zusammen. Sie wurden von Schülern der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung bekocht.

Digitalisierung und Inklusion sind zwei der Themen, die während der Tätigkeit Thomas Schützs im Mittelpunkt standen. Gerade die Wichtigkeit der Digitalisierung sei allen in Zeiten der Corona-Krise noch einmal bewusst geworden. Außerdem erhielt die Schule unter Schützs Leitung das Prädikat „ Referenzschule für Medienbildung“. 

„Tatsächlich habe ich einmal ein Praktikum in den Medien gemacht, nämlich bei den Schongauer Nachrichten“, erzählte Schütz bei der Feier. Ein Praktikum in der freien Wirtschaft sei nämlich verpflichtend gewesen, um die Stelle des Schulleiters antreten zu dürfen. Aus Interesse entschied sich Schütz, dieses Praktikum bei der Heimatzeitung zu absolvieren.

Kompetent, engagiert und mit viel Herzblut

Im Jahr 2002 war Schütz, der zuvor Wirtschaftspädagogik studiert und gelehrt hatte, nach Schongau gekommen. Er übernahm dort bald die Position des stellvertretenden Schulleiters und wurde im Jahr 2011 schließlich selbst Schulleiter. 

„Kompetent, engagiert und mit viel Herzblut“ hatte Schütz die Schule geführt, beschrieb Regierungspräsidentin Maria Els. Ihm sei es außerdem zu einem großen Teil zu verdanken, dass das Schulzentrum in der Region einen hervorragenden Ruf genieße. 

Schütz sei bei Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt und wertgeschätzt gewesen. „Sie haben es verstanden, zu delegieren und zu vertrauen. Das hat für große Transparenz gesorgt“, lobte Els. Dem schloss sich auch der Landtagsabgeordnete Harald Kühn an. „Man hat immer gemerkt, dass die Atmosphäre hier stimmt.“

Doch es gab auch schwierige Situationen in seiner Zeit als Schulleiter – „interessante Erfahrungen“, wie Schütz es umschrieb. Dazu zählen für ihn unter anderem eine Amokdrohung im Jahr 2011 und „als letztes noch Corona“.

Mit Engagement und Offenheit

Ganz aus dem Schulalltag verabschiedet sich Schütz allerdings noch nicht. „Ich bin noch in der Lehrplankommission und biete weiterhin Fortbildungen im Bereich Organisation an“, erklärt er. Langweilig wird ihm auf jeden Fall nicht. Tatsächlich ist im Haus in den vergangenen Jahren einiges liegen geblieben, wie es der ein oder andere Redner schmunzelnd vermutet hatte. Der Beruf ging eben vor. Auch für seine Familie hat er nun wieder mehr Zeit. „Außerdem will ich wieder Keyboard spielen“, so Schütz.

Unter anderem als zuverlässig und motiviert beschreibt Schütz seinen Nachfolger Andreas Streinz. „Wir haben in den vergangenen drei Jahren hervorragend zusammengearbeitet. Ich freue mich, die sehr gut aufgestellte Schule in Zukunft führen zu dürfen“, sagte Streinz, dem vor allem die Vernetzung mit anderen Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft sehr wichtig ist. 

Mit Engagement und Offenheit für neue Schritte und Ideen möchte er auch kommende Herausforderungen anpacken. Das Schulprofil Inklusion sei für ihn zum Beispiel ein klarer Auftrag, Schüler mit individuellem Förderbedarf zielgerecht auf Teilhabe vorzubereiten.

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