Das sind die Straßen in Schongau, an denen am schnellsten gefahren wird.

Blitzer-Bilanz in Schongau

Colmarer Straße behält Raser-Titel

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Die Colmarer Straße hat ihren unrühmlichen Titel „Schongaus Raser-Strecke Nummer eins“ im vergangenen Jahr verteidigt. Der schlimmste Temposünder war aber in der Lechuferstraße unterwegs.

Schongau – Gleich neun Mal hatten sich die Verkehrskontrolleure des Zweckverbands Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland, der für die Stadt die Geschwindigkeitsmessung übernimmt, vergangenes Jahr in der Colmarer und Benefiziumstraße auf die Lauer gelegt. Kein Wunder, wurden dort doch bereits 2016 mit Quoten von 28 bzw. 20,9 Prozent die meisten Autofahrer beanstandet.

Offenbar hat sich der Einsatz der Blitzer dort aber noch nicht herumgesprochen: In der Colmarer Straße waren von 960 kontrollierten Autos 230 zu schnell, was einer Beanstandungsquote von 22,6 Prozent entspricht und Schongau-weit an der Spitze steht. Nicht weit dahinter rangiert die Benefiziumstraße mit 1254 kontrollierten Fahrzeugen, von denen 201 zu schnell waren (Quote 16,7 Prozent).

Auch wenn bei beiden also leicht weniger Raser erwischt wurden, sind es natürlich deutlich zu viele – und vor allem in der Colmarer Straße waren die erwischten Verkehrssünder auch noch deutlich zu schnell unterwegs: Gleich 13 Autofahrer wurden mit 21 bis 25 km/h zu schnell erwischt, weitere vier mit Tempo 26 bis 30 – dieses Ergebnis fällt in der Benefiziumstraße, wo der Großteil nur moderate 6 bis 10 Stundenkilometer zu schnell war, deutlich weniger schlimm aus.

Zwischen die beiden Raser-Strecken hat sich die Oskar-von-Miller-Straße geschoben. Dort gab es im vergangenen Jahr zwar nur zwei Kontrollen, doch jeder fünfte der 168 kontrollierten Fahrzeuglenker war zu schnell – wenn auch nur im geringen Überschreitungsbereich. Unauffällig wie seit Jahren ist die Situation in der Zugspitzstraße, wo die Beanstandungsquote mit 5,4 Prozent weit unter dem Durchschnitt liegt. Ganz anders die Wilhelm-Köhler-Straße: Nirgendwo sonst wurden in Schongau so viele Raser ertappt wie dort, 271 Fahrer wurden geblitzt – macht bei insgesamt sechs Messungen eine Beanstandungsquote von 16 Prozent und damit fast genauso hoch wie im Jahr zuvor. Drei Autofahrer wurden dort sogar mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung zwischen 26 und 30 km/h registriert.

Das wird nur noch von der Lechuferstraße übertroffen: Dort musste jemand offenbar dringend zum Lido und wurde mit mehr als 31 Stundenkilometer zu schnell geblitzt. Da waren mindestens zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot und 160 Euro fällig – und falls der Fahrer schon vorher auffällig geworden ist, was bei dem Tempo durchaus anzunehmen ist, wurden sogar noch deutlich höhere Strafen fällig.

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