Blicken auf Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurück: (v.l.) Katrin Lang, Marion Heberle, Andrea Nagel, Margarete Mayer, Christa Erlenbruch und Sylvia Hochmuth-Rexa vom bisherigen Verein „Support“.
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Blicken auf Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurück: (v.l.) Katrin Lang, Marion Heberle, Andrea Nagel, Margarete Mayer, Christa Erlenbruch und Sylvia Hochmuth-Rexa vom bisherigen Verein „Support“.

Übernahme der Satzung des inzwischen inaktiven Vereins „Support“ in Schongau

Brahmsgarten-Team steht in den Startlöchern

  • VonRafael Sala
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Das bisherige Team um den Brahmsgarten in Schongau-West wagt einen neuen Schritt: Es steht in den Startlöchern für eine Vereinsgründung und kann auf einer optimalen Grundlage aufbauen. Denn mit der Übernahme der Satzung des inzwischen inaktiven Vereins „Support“ und einem gut gefüllten Vereinskonto ist es möglich, unmittelbar an die erfolgreiche Arbeit anzuknüpfen.

Schongau – Es ist ein Glücksfall, wie es die ehemalige Mit-Vorsitzende vom „Support“-Verein, Katrin Lang, nennt: „Zeitraubende Formalitäten fallen nicht an, es gibt keine bürokratischen Hürden zu überwinden, und Kapital ist auch vorhandeln. Besser könnte es nicht laufen.“ Sie betont, dass nicht – wie in unserer Zeitung berichtet – Schwierigkeiten oder Unstimmigkeiten irgendwelcher Art zur Auflösung des „Support“-Vereins geführt hätten, sondern veränderte Rahmenbedingungen.

Vor allem in dieser herausfordernden Zeit leide ein Ort der Begegnung, für den das „Haus4You“ in der Blumenstraße in Schongau steht, besonders: Das „RepairCafé – Schongau repariert“ durfte seit März 2020 nicht mehr öffnen. Ein Fiasko, denn die Reparaturwerkstatt lebt vom persönlichen Kontakt und Austausch.

Bestmögliche Lösung gefunden

Die Vorstandschaft und ein Teil der Mitglieder hätten zudem beruflich wie privat neue Wege eingeschlagen, so dass es nicht mehr möglich gewesen sei, kontinuierlich das für das Ehrenamt nötige, hohe Engagement aufzubringen, erklärt Lang: „Dinge verändern sich, Menschen verändern sich. Ein Vereinsleben ist immer ein dynamischer Prozess, dem muss man Rechnung tragen.“

Gerade weil das Tätigkeitsfeld des Vereins so vielfältig sei, habe die Mannschaft um Lang, Andrea Nagel und Marion Heberle nach der bestmöglichen Lösung gesucht. Die habe man mit dem Brahmsgarten-Team gefunden: „Mitten auf der Wegstrecke haben wir den Stab übergeben“, freut sich die Ex-Vorständin. Der Verein war seit September 2015 in der Blumenstraße hinter der Stadtbücherei als „Haus4You“ sichtbar. Als Bürgerhaus standen seine Tore noch bis kurz vor der Pandemie für alle Menschen offen – eben in der Reparaturwerkstatt oder im kreativen Kinderangebot „Apfel & Keks“ sowie in privaten Nachhilfeangeboten oder auch für diverse Selbsthilfegruppen.

Dort alles im Freien

Ziel war es, einen diskriminierungsfreien Ort zu schaffen, an dem Angebote für alle Bürger Schongaus stattfinden sollten – unabhängig von Faktoren wie Geschlecht, des sozialen und nationalen Hintergrunds, des Alters und der Religion, wie es die Vereinssatzung vorsah.

Genau in diese Fußstapfen will der Brahmsgarten an der Johannes-Brahms-Straße im Westen Schongaus treten – nur dass dort kein Haus mehr zur Verfügung steht, sondern Aktivitäten und Veranstaltungen im Freien stattfinden. Als Vorstand neu eingespannt sind Margarete Mayer, Sylvia Hochmuth-Rexa und Christa Erlenbruch.

Ein angeregter Erfahrungsaustausch habe Gemeinsames auf den Punkt gebracht, hieß es von beiden Seiten: Wolle man sich aktiv den Herausforderungen der Zeit stellen und gestalten, „braucht es die bekannten und die unbekannten Gesichter: die Ansprechpartner, die Bündelnden, die Unterstützenden, also eine bunte Blumenwiese an verschiedenen Fähigkeiten und Möglichkeiten“, wie der neue Vorstand erklärt.

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