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„Bratwurst to go“ am Schongauer Marienplatz? Überlegungen zur „Winterbelebung“

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Von: Elke Robert

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Weihnachtlicher Lichterglanz in der Schongauer Altstadt.
Weihnachtlicher Lichterglanz in der Schongauer Altstadt. © Hans-Helmut Herold

Um „Bratwurst to go“ und einen Glühwein-Ausschank ging es in der jüngsten Schongauer Stadtratssitzung. Die Buden könnten zur Belebung der Innenstadt beitragen, so der Vorschlag.

Schongau – „Schön, dass die Altstadt wieder im Lichterglanz erstrahlt.“ Dieses Dankeschön schickte Susanne Tischner (UWV) in dieser Woche bei einer Sitzung des Stadtrats in Richtung Stadt Schongau. Das „elektrische Duo“ von Elektro Schedel aus Altenstadt hat auch in diesem Jahr wieder die Arbeiten in luftiger Höhe übernommen, damit pünktlich zum 1. Advent die Girlanden über den Straßen weihnachtlich leuchten können.

Dass auch in diesem Jahr die Adventszeit wieder etwas anders abläuft, ist schon länger klar, dass der Weihnachtsmark nicht stattfindet, wurde im Gremium dennoch bedauert. „Warum kann man nicht wenigstens eine Bratwurstbude aufstellen?“, fragte Ilona Böse (SPD), die sich dies als „Winterbelebung“ des Marienplatzes wünschte. „Im Sommer Eis, im Winter Bratwurst, vielleicht findet sich noch jemand?“

Bettina Buresch (Grüne) fand die Anregung gut und verwies darauf, dass das in Weilheim ja auch möglich sei. Dort gibt es heuer ebenfalls keinen traditionellen Weihnachtsmarkt, aber wie gewohnt einen „Hüttenzauber“. An den in der Innenstadt verteilt aufgestellten Buden bieten Gastronome Speisen und Getränke an.

Meinungen zu Glühweinstand gehen auseinander

„An den Bürgerservice sind schon solche Fragen herangetragen worden“, bestätigte Martin Keßler, der in der Sitzung Geschäftsstellenleiterin Bettina Schade vertrat. Allerdings, verriet er, sei es nicht um Bratwurst gegangen, sondern darum, auch heuer wieder einen Glühweinstand anbieten zu dürfen. „Wir werden das prüfen“, versprach Keßler. Dies fanden nicht alle Stadträte gut, zumal man sich zuvor eine hitzige Debatte darüber geliefert hatte, ob man für den Zugang zu Sitzungen des Stadtrats oder zu Gremien nicht PCR-Tests verlangen müsse, zumindest von ungeimpften Bürgern. Auf der einen Seite fordere man ganz strenge Regeln, auf der anderen Seite stelle man dann Buden auf, wo sich die Leute versammeln könnten – das passe nicht zusammen, kritisierte Gregor Schuppe (ALS).

„Bratwurst to go kann ich mir vorstellen, bei Glühwein ist es etwas anderes“, verfolgte Stefan Konrad (SPD) diesen Gedanken weiter. „Alkohol ist ein Problem“, so Konrad. Bürgermeister Falk Sluyterman versprach, dass man sich darüber Gedanken machen wolle, was angeboten werden kann – „Corona-konform, damit das hier kein Hotspot wird“. Dr. Jiri Faltis (CSU) schlug unter dem Gelächter der Kollegen vor, mit der „Bratwurst to go“ im Vorbeigehen gleich noch einen kleinen Impfpieks mit anzubieten.

Elke Robert & Hans-Helmut Herold 

Der Christbaum wurde auf dem Schongauer Marienplatz schon aufgestellt.

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