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Gewohntes Bild in Schongau: Die BRB fährt bereits seit 2008 auf der Pfaffenwinkelbahn. 
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Gewohntes Bild in Schongau: Die BRB fährt bereits seit 2008 auf der Pfaffenwinkelbahn. 

Zuschlag für Verbindung

BRB bleibt Schongau bis 2031 treu

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Die Bayerische Regiobahn (BRB) wird Schongau auch über das Jahr 2022 hinaus anfahren. Gestern erteilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) den endgültigen Zuschlag für die Verbindung von Augsburg über Weilheim nach Schongau. Die Fahrgäste werden in Zukunft noch mehr umsorgt.

Schongau– Der Sekt wurde bei der BRB schon vor zehn Tagen kalt gestellt, als sie als Gewinner der Ausschreibung genannt wurde. Gestern endete die Einspruchsfrist, die Korken knallten. Die Tochter der Bayerischen Oberlandbahn behält ihre Strecken um Augsburg bis 2031 – auch die nach Schongau.

„Der Gewinn der Ausschreibung erfüllt uns mit großer Freude“, erklärte BRB-Chef Fabian Amini. „Unsere konstant gute Qualität hat uns Recht gegeben.“ Von der Qualität war offensichtlich auch die BEG überzeugt: „Um den Fahrgästen einen hohen Komfort und umfangreichen Service zu bieten, gelten hohe Anforderungen hinsichtlich Pünktlichkeit und Anschlusssicherung, Störfallmanagement, Sitzplatzkapazitäten, Sauberkeit und Serviceorientierung“, heißt es von der Eisenbahngesellschaft, die die Latte jetzt noch höher gehängt hat. So muss die BRB in Zukunft mehr Personal einsetzen. Derzeit fährt zwischen Schongau und Augsburg nur in jedem dritten Zug ein Zugbegleiter mit, ab Dezember 2022 werden in jedem zweiten Zug Tickets kontrolliert und Fahrgäste betreut.

Neues Pünktlichkeitssystem

Wenn ein Zug Verspätung hat, drohen Konsequenzen: Im Vertrag kommt laut BEG ein neues Pünktlichkeitsmesssystem zur Anwendung, Abweichungen werden mit Entgeltminderungen bestraft (sogenannte Pönale). Und es wird großer Wert auf das Sitzplatzangebot gelegt: Die Kapazitäten werden entsprechend der erwarteten Nachfrage (Schüler- und Freizeitverkehr) festgelegt, heißt es.

Ein weiterer Punkt ist die Barrierefreiheit: Alle Züge sind laut BEG mit rollstuhlgerechten Einstiegshilfen, Toiletten, Rollstuhlplätzen und Vorrangsplätzen für mobilitätseingeschränkte Reisende ausgestattet. Die Bahnhöfe zwischen Schongau und Weilheim werden bekanntlich bis Ende 2021 ebenfalls barrierefrei ausgebaut sein.

Bald keine Fahrkarten mehr im Zug erhältlich

Und Schwarzfahrer haben es bei der BRB bald sehr schwer. Die Fahrkarten in den Zügen werden nach Auskunft von BRB-Sprecher Christopher Raabe wie geplant abgebaut. Die Zeiten, in denen schnell noch ein Ticket gelöst werden kann, wenn der Zugbegleiter in Sicht ist, sind dann vorbei. Ab wann in den Zügen W-Lan für die Gäste bereitsteht, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Seit März werde es aber in den Meridian-Zügen erfolgreich getestet, möglicherweise könne man es adaptieren.

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