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Die Bayerische Regiobahn darf nach 2019 möglicherweise für zwei weitere Jahre am Fuße des Hohen Peißenberg vorbeifahren.

BRB gewinnt Ausschreibungs-Verlängerung

Der Sekt ist schon kaltgestellt

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  • Jörg von Rohland
    Jörg von Rohland
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Der Sekt ist kaltgestellt, öffnen möchte ihn die Bayerische Regiobahn (BRB) aber noch nicht: Als Gewinner der Ausschreibung soll sie für zwei weitere Jahre unter anderem den Schienenpersonenverkehr zwischen Schongau und Augsburg übernehmen. Die Mitbewerber können dagegen aber noch Einspruch einlegen.

Weilheim-Schongau „Zu früh freuen lohnt sich nicht“, sagt BRB-Sprecher Christopher Raabe, der in diesen Tagen mit seinen Kollegen gespannt nach München zur Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) blickt. Noch kann die Konkurrenz, zu der vermutlich die Deutsche Bahn gehört, dort Einspruch gegen die Vergabe an die Regiobahn einlegen.

Der bestehende Vertrag zwischen BEG, die den Schienennahverkehr im Freistaat koordiniert und bezahlt, und der BRB läuft Ende 2019 nach mehr als zehn Jahren aus, er musste neu ausgeschrieben werden. Das jedoch nur für zwei weitere Jahre. Hintergrund ist das Wettbewerbsprojekt „Augsburger Netze“, das nicht wie geplant im Dezember 2019 starten kann. Grund für den späteren Start ist laut BEG, dass der Einfluss auf den Fernverkehr durch den neuen Bahnhof Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm so groß ist, dass er auch den Nahverkehr maßgeblich beeinflusst – und damit auch die Augsburger Netze.

Die Bayerische Regiobahn fährt im sogenannten Dieselnetz Augsburg II pro Jahr mehr als drei Millionen Zugkilometer auf den Strecken Augsburg-Geltendorf-Weilheim, Weilheim-Schongau, Augsburg-Ingolstadt sowie Eichstätt Bahnhof-Eichstätt-Stadt. Dabei bescheinigt die Eisbahngesellschaft der BRB „ein hohes Niveau bei Service, Tarif und Vertrieb“. Alle Fahrzeuge seien schon heute mit Fahrausweisautomaten ausgerüstet, und dieser Vertriebsweg werde auch im Übergangsvertrag fortgesetzt.

Fahrscheine könnten darüber hinaus auch an stationären Fahrausweisautomaten und zusätzlich im personenbedienten Verkauf erworben werden, heißt es. In Schongau, Peiting-Ost und Peißenberg bleiben überdies die Video-Reisezentren mit Öffnungszeiten von 70 Stunden pro Woche erhalten. In Augsburg und Eichstätt seien Mindestöffnungszeiten im personenbedienten Verkauf garantiert. Und auch das Kundencenter im Augsburger Hauptbahnhof werde mit den bisherigen Servicequalitäten fortgeführt, lobt die BEG den Ausschreibungsgewinner.

Bei der Bayerischen Regiobahn nimm man das natürlich erfreut zur Kenntnis. Er fahre selber jeden Tag mit der BRB von Friedberg nach Augsburg und höre auch von den Mitreisenden viel Gutes, sagt Sprecher Raabe. „Das macht schon ein bisschen stolz.“ Im vergangenen Jahr hatte er sich im Gespräch mit der Heimatzeitung noch skeptisch gezeigt, was die Vertragsverlängerung angeht, weil die DB mit allen Mitteln versuchen würde, den Fuß in die Tür zu bekommen – und sich so einen Vorteil zu verschaffen, wenn es 2021 an die langfristige Neuausschreibung geht. BEG-Sprecherin Agnieszka Urban betont zwar, dass die Vertragsverlängerung „kein Fingerzeig für die Neuvergabe“ ist. Doch Raabe geht davon aus, dass mit einer Weiterführung des Betriebs ein guter Grundstein für einen Anschlussvertrag über 2021 gelegt werden könne.

Die Vorbereitungen dafür laufen übrigens schon auf Hochtouren. „Es ist geplant, das Vergabeverfahren noch im dritten Quartal 2017 zu starten“, sagt Urban. Sollte die BRB also nach Ende der Einspruchsfrist tatsächlich bis 2021 zwischen Schongau-Weilheim und Augsburg fahren dürfen, steht schon der nächste Bewerbungs-Marathon an. Welche Vorschriften es gibt, ob zum Beispiel neue Züge gefordert werden, konnte Urban noch nicht sagen: „Die Konzeption ist noch nicht endgültig abgeschlossen.“

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