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Falk Sluyterman (l.) will Bürgermeister bleiben,  Hans Rehbehn will es werden.  

Kommunalwahl 2020

Nur zwei Männer wollen Bürgermeister in Schongau werden

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Die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen 2020 laufen. Hinter den Kulissen werden die Listen für die Stadtratskandidaten erstellt. Als erste Partei hat die CSU die Einladung für die Aufstellungsversammlung verschickt. Ein weiterer Bürgermeisterkandidat scheint aber nicht in Sicht zu sein.

Schongau – Schongaues amtierender Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) hat seine erneute Kandidatur schon recht früh angekündigt, die Aufstellungsversammlung hat er aber noch vor sich. Am Donnerstag, 24. Oktober, stimmen die Schongauer Genossen darüber ab, die öffentliche Versammlung beginnt um 19 Uhr im Ballenhaus. Am Donnerstag, 7. November, geht es dann um die Stadtratskandidaten (ebenfalls 19 Uhr im Ballenhaus).

„Wir haben die Liste voll“, verrät Friedrich Zeller vorab. „Es machen nicht alle weiter, aber wir haben viele neue und junge Gesichter.“ Zurückziehen möchte sich SPD-Urgestein Peter Huber. Auch Stadtrat Armin Schleich will nicht mehr auf die Liste.

Kommunalwahl 2020: CSU kürt am 24. Oktober ihre Stadtratskandidaten

Mit dem parteilosen Bürgermeisterkandidaten Hans Rehbehn geht der CSU-Ortsverband Schongau ins Rennen. Vorgestellt worden war er bereits im April, die Aufstellungsversammlung mit seiner einstimmigen Nominierung folgte im Juni. Auch die Einladung für die Aufstellungsversammlung der Stadtratskandidaten ist schon verschickt. Am Donnerstag, 24. Oktober, wird im Rahmen einer Ortshauptversammlung das Geheimnis gelüftet, wen die CSU ins Rennen schickt. Veranstaltungsort ist der Pfarrsaal Verklärung Christi ab 19.30 Uhr.

Zwei CSU-Stadträte werden sich verabschieden

Welche Kandidaten sich zur Wahl stellen, will Michael Eberle, Pressesprecher des CSU-Ortsverbandes, aber noch nicht verraten. Was bereits heute klar ist, dass zwei der amtierenden CSU-Stadträte wohl nicht mehr mit von der Partie sein werden: „Helmut Hunger wird nicht mehr antreten, worüber wir sehr traurig sind“, sagt Eberle. Mittlerweile Vater dreier Kinder, möchte Hunger seiner Familie mehr Zeit widmen können.

Auch Markus Wühr will voraussichtlich nicht mehr kandidieren, vor allem aus beruflichen Gründen, wie Eberle weiß. „Die Arbeit als Landwirt ist schon mehr als Vollzeit.“ Und wie sieht es mit Eberle selbst aus, der vor einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat an den Nagel gehängt hatte? „Das überlasse ich der Aufstellungsversammlung“, lautet seine Antwort.

Die UWV/Bürger für Schongau lassen sich noch etwas Zeit mit der Vorstellung ihrer Liste. Diese ist für Donnerstag, 21. November, avisiert, verrät UWV-Fraktionsvorsitzender Stephan Hild. Beginn ist dann um 19.30 Uhr im Sparkassensaal. „Zwei oder drei Kandidaten fehlen uns noch, wir sind aber ziemlich durch.“

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UWV findet keinen Kandidaten

Im Gegensatz zur Kommunalwahl im Jahr 2014 schickt die UWV jedoch diesmal keinen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Damals wollte Ralf Schnabel den Amtsinhaber Karl-Heinz Gerbl (SPD) beerben. „Wir haben keinen Kandidaten gefunden, aber das ist auch in Ordnung“, meint Hild.

Eine Wahlempfehlung will man aber nicht geben. „Dafür steht das Unabhängige der UWV, der Bürger ist mündig genug, dass er das selbst entscheidet.“ Was heute schon klar ist: Stadtrat Roland Heger will nicht mehr auf die Liste. „Das hat er schon früh in dieser Amtsperiode verkündet, dass er aufhören möchte“, sagt Hild. „Heger war dann 24 Jahre Stadtrat, das ist eine stolze Zeit.“

Grüne sind noch nicht ganz so weit

Die Schongauer Grünen sind noch nicht ganz so weit. „Wir brauchen noch etwas Zeit zum Organisieren“, verrät Anna Kränsel, die gemeinsam mit Ortsverbands-Sprecher Florian Bentenrieder den Vorsitz innehat. Mit sechs Mitgliedern war man im Mai gestartet. „Die Bürger müssen uns erst kennenlernen“, so Kränsel, die gleich zum nächsten offenen Ortsverbandstreffen einlädt. Dieses findet am heutigen Freitag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr im Café der Blumenschule an der Augsburger Straße statt.

Vor allem Stadträtin Bettina Buresch und Markus Keller seien derzeit intensiv dabei, Bürger anzusprechen für die Liste der Grünen-Stadtratskandidaten. „Diese zu erstellen, ist nicht ganz leicht“, berichtet Kränsel. Und wie sieht es mit einem Bürgermeisterkandidaten aus? Es habe zwar Gespräche gegeben, aber „wohl eher nicht“, sagt die Grünen-Vorsitzende.

Das erste große Ziel laute jetzt, eine tolle Liste aufzustellen. „Und ein paar Plätze im Stadtrat zu gewinnen, damit wir uns als Grüne in Schongau gut widerspiegeln“, so Kränsel. „Bis zu den nächsten Kommunalwahlen sind wir etabliert, und dann werden die Karten ja neu gemischt“, schaut sie in die Zukunft. Der Termin für die Listenvorstellung soll Mitte Dezember sein. Auch Andreas Hornsteiner werde man dann wohl auf einem der Listenplätze finden, verrät Kränsel.

ALS hält sich noch bedeckt

Hornsteiner war zuletzt Vorsitzender der Alternative Liste Schongau (ALS), die nun aber erstmals seit 1990 ohne die Grünen ins Rennen geht. Wer sich bei der neu orientierten ALS zur Wahl stellt, darüber hält man sich derzeit noch komplett bedeckt. „Unsere Planungen sind voll im Gange“, sagt die neue ALS-Vorsitzende Nina Konstantin, die auch Fraktionsvorsitzende im Schongauer Stadtrat ist. Sie wirbt um Verständnis, dass man vor Ende November „noch nichts Konkretes preisgeben“ wolle.

Im Gegensatz zu den Grünen hat die ALS eine weitere Hürde zu nehmen, denn sie gilt als neue Liste. Um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden und einen Platz auf dem Wahlzettel für die Kommunalwahl zu bekommen, sind laut Wahlgesetz 180 Unterstützerunterschriften von Schongauer Bürgern notwendig. Mittlerweile trägt die ALS den Zusatz „Bunte Liste für Schongau“, zur „BLS“ wird man aber deshalb noch lange nicht. Konstantin: „Die ALS wird weiterhin ALS heißen.“

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