Bei den Zweitstimmen im Landkreis ist die SPD vorn – übertrumpft nur von den sonstigen Parteien.
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Bei den Zweitstimmen im Landkreis ist die SPD vorn – übertrumpft nur von den sonstigen Parteien.

Bundestagswahl 2021

U18-Wahl: So haben die Jugendlichen im Landkreis Weilheim-Schongau abgestimmt

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    VonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Am Sonntag wird der neue Bundestag gewählt. Zuvor konnten die Jugendlichen im Landkreis Weilheim-Schongau bei der U18-Wahl ihre Stimme abgeben - mit interessantem Ergebnis.

Landkreis - Im Zeitraum vom 10. bis 17. September haben immerhin 473 Kinder und Jugendliche im Landkreis ihre Stimme abgegeben. Die Ergebnisse aus den vier Wahllokalen stehen nach Auszählung aller Stimmen fest: Die SPD hat mit 18,82 Prozent die meisten Stimmen gewonnen. Danach folgen CSU mit 17,34 Prozent, Grüne mit 15,68 Prozent, FDP mit 12,26 Prozent, aber auch die AfD hätten die jungen Wähler mit 5,07 in den Bundestag gewählt.

Zwei Wahllokale haben auch 268 gültige Stimmen für die Wahl der Direktkandidaten erfasst. Hier hat Alexander Dobrindt von der CSU mit 25 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereint. fünf Prozentpunkte weniger kann Sigrid Meierhofer von der SPD (20 Prozent) auf ihr Konto verbuchen. Die weiteren Ergebnisse: Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski (Grüne) holt 13 Prozent, genauso viele Stimmen holte Karl Martin Sielmann (FDP), Arnold-Günter Reuss (FW) ist mit acht Prozent dabei und Juina Wessel (Die Basis) fährt fünf Prozentpunkte ein.

Unbekanntere Parteien in der Gunst vorne

Interessant: Jugendliche schenken ihr Vertrauen auch gerne den eher unbekannteren Parteien. Mehr als 30 Prozent hatten die bei der Wahl abgeräumt. Unter anderem konnte hier die Tierschutzpartei punkten, aber auch die Freien Wähler, weiß der Geschäftsführer des KJR Weilheim-Schongau, Herbert Haseitl. Ebenso interessant, dass die AfD den Sprung in den Bundestag mit gut fünf Prozent auch bei den Jung-Wählern geschafft hätte. „Bei der Landtagswahl wären sie nicht reingekommen“, erinnert sich Haseitl.

Bei den Erststimmen im Landkreis (Grafik l.) hat sich der CSU-Abgeordnete Alexander Dobrindt durchsetzen können.

Gewählt werden konnte im Jugendzentrum Schongau, dem Jugendzentrum „Come-In“ Weilheim, dem beruflichen Schulzentrum Schongau sowie in der Montessori-Schule Penzberg. Vor allem Christina Annibalini und Basti Kosler vom Juze in Schongau hatten alle Hände voll zu tun. Mehr als 300 junge Menschen gingen dort zur U18-Wahlurne.

„Unsere Workshops an den Schulen wollen wir in Zukunft mehr ausweiten“, erklärt Herbert Haseitl. „Von Lehrern haben wir das Feedback bekommen, dass im Lehrplan nicht so viel zum Thema Wahlen drin ist, wie sie es sich wünschen würden.“

Bei den Workshops hätten sich die Jugendlichen richtig Gedanken gemacht. „Wenn es für junge Menschen die Chance gibt, sich zu informieren, dann machen die das auch – und wählen dann auch keinen Blödsinn. Kinder und Jugendliche interessieren sich für Politik und wollen ihre Meinung vertreten“, sagte Haseitl.

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