Präsentieren die neuen Geräte: (v.l.) Frank Pfaffenberger (Rektor Mittelschule Schongau) mit Bettina Schade, Geschäftsleiterin der Stadt Schongau, und Bürgermeister Falk Sluyterman.
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Präsentieren die neuen Geräte: (v.l.) Frank Pfaffenberger (Rektor Mittelschule Schongau) mit Bettina Schade, Geschäftsleiterin der Stadt Schongau, und Bürgermeister Falk Sluyterman.

Stadt Schongau schafft 85 Geräte an – Sechsstufige Luft-Anzeige

CO2-Ampeln für Schulen und Kitas

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Die ersten Kinder und Jugendlichen sind zurück an den Schulen, in den Kitas herrscht wieder Leben. Doch die Corona-Pandemie beeinflusst den Alltag weiter. Maske tragen, Abstand halten und Lüften sind in den Einrichtungen wichtige Themen. CO2-Ampeln sollen helfen, dass die Luft in den Klassenzimmern und Kindergärten nicht zu stickig wird.

Schongau - Denn dann steigt auch die Zahl der Aerosole, über die das Coronavirus übertragen werden kann. 85 solcher Ampeln hat die Stadt Schongau nun übergeben.

Der Großteil davon ging an die Mittelschule. 48 Geräte stehen ihr zur Verfügung. Die Grundschule erhielt 25 Exemplare, die restlichen verteilen sich auf die vier städtischen Kindergärten.

Die von der Stadt angeschafften Ampeln haben nicht wie andere drei Stufen, sondern gleich sechs: zwei Grün-, zwei Gelb- und zwei Rottöne. Durch die Abstufungen können Lehrer und Erzieher noch besser erkennen, wie schnell der CO2-Gehalt in der Raumluft steigt.

Alles bestens in diesem Zimmer: Die CO2-Ampel gibt grünes Licht.

Während einer Prüfung kann ein Lehrer dann beispielsweise abwägen, ob er jetzt sofort lüften muss oder die Schüler noch fertig werden lässt. „Man sollte auf jedem Fall im gelben Bereich ans Lüften denken“, sagte Mittelschul-Rektor Frank Pfaffenberger bei der offiziellen Übergabe.

Er ist froh, die Ampeln nun zu haben: „Die Ausstattung damit ist gut und sinnvoll“, sagte er. „Sie ermöglichen es uns, zu lüften, wenn es notwendig ist. Und nicht nach der Uhr.“ Zudem sind die Geräte mobil, können in andere Räume einfach mitgenommen werden. Dass die Lehrer den CO2-Stand auch immer im Blick behalten, davon ist Pfaffenberger überzeugt. „Die werden einfach aufs Lehrerpult gestellt.“

Weshalb sich die Stadt für diese Ampeln entschied, erklärte Bürgermeister Frank Sluyterman: „Die Geräte sind die gleichen, wie sie der Landkreis nutzt. Sie wurden uns empfohlen“, sagte er. Und lobte den Freistaat. Der fördert die Anschaffung der Ampeln. Für jedes Schulkind erhält die Stadt 7,27 Euro. Da 905 Kinder und Jugendliche die Mittelschule und Grundschule besuchen, gibt’s rund 6580 Euro. Der Schulverband, der für die Mittelschule zuständig ist, muss noch 2900 Euro selbst stemmen. Bei der Grundschule zahlt die Stadt die restlichen 370 Euro.

Auch für die Kindergärten wurde die Förderung zugesagt. 7,12 Euro winken da pro Bube oder Mädchen. Für die Stadt verbleiben damit Kosten in Höhe von 95 Euro.

Die Verwaltung beantragte zudem auch Fördermittel für die Kindergärten, die nicht in städtischer Hand sind. „Das Geld wird an die Träger ausbezahlt“, sagt Sluytermann. Diese können dann selbst Ampeln anschaffen – und so den Überblick behalten, wann der CO2-Wert im Raum bedenklich wird.

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