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Besiegelten die Stiftung: (vorne, vo. li.) Dieter Weiser (Stiftungstreuhand), Reiner Erbe, Alexander Schmitz, Thomas Orbig (Vorstand Sparkasse), (hinten, vo. li.) Andrea Jochner-Weiß, Birgitt Kopp (Lebensraum Lechtal), Christine Schuster (Stiftungsbeauftragte der Sparkasse). 

Dank Spende eines Schongauers

Eine Stiftung für den Lech

Zu einem freudigen Anlass kamen in Weilheim Vertreter des Vereins Lebensraum Lechtal, der Sparkasse Oberland und Landrätin Andrea Jochner-Weiß zusammen: Sie gründeten die Stiftung Lebensraum Lechtal.

Weilheim – „Wir schaffen etwas Neues“, sagte Sparkassen-Vorstand Alexander Schmitz bei dem Termin, bei dem die Stiftungsurkunde unterschrieben wurde, wodurch die Stiftung Lebensraum Lechtal zugunsten des gleichnamigen Vereins offiziell ins Leben gerufen wurde.

Dieser Schritt war möglich, nachdem ein wohlhabender Schongauer Bürger, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte, eine Zuwendung in Höhe von 10 000 Euro zur Verfügung gestellt hat. „Diesem Schongauer Bürger liegt das Lechtal sehr am Herzen“, sagte Schmitz bei der Stiftungsgründung.

Nach der Begrüßung durch den Sparkassenvorstand kam ein anderer zu Wort, dem der Lech und das Lechtal ebenfalls sehr am Herzen liegen: Hans Schütz, der viele Gedichte über den Fluss geschrieben hat, an dem er aufgewachsen ist. Der gebürtige Lechbrucker erzählte, dass der Lech seiner Kindertage ein ganz anderer gewesen sei. Noch heute habe er das Röhren der Hirsche im Ohr, die, wenn es in den Bergen zu kalt geworden war, lechabwärts wanderten. „Hirschzüge waren etwas ganz Normales“, sagte Schütz.

Er schildert in dem Gedicht „Oh Lech, welch ein Pech“, wie aus dem wilden Alpenfluss, dem es in Vorarlberg noch ganz gut geht, ein Wirtschaftswasser wird, das sich rechnen muss. Die Kehrseite des wilden Lechs beschrieb Schütz in einem Gedicht, das er im Allgäuer Dialekt vortrug. Damals, als er Kind in Lechbruck war, sei regelmäßig das halbe Dorf unter Wasser gestanden.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß freut sich über die Stiftungsgründung von Lebensraum Lechtal in ihrer Funktion als Vereinsmitglied und als stellvertretende Vorsitzende des Sparkassen-Verwaltungsrates, wie sie sagte. Sie hat schon an Exkursionen des Vereins teilgenommen und zwei Mal das Lechfloß besucht.

Dass die Stiftung gegründet wurde, freut auch den Vorsitzenden von Lebensraum Lechtal, Reiner Erbe: „Die zusätzlichen Mittel sind höchst willkommen.“ Das Ziel ist, den seltenen Pflanzen und Tieren, die am Wildfluss Lech ihre Heimat hatten, nun, wo der Lech begradigt und aufgestaut wurde, Räume zu schaffen und zu erhalten, in denen diese leben und gedeihen können. Lebensraum Lechtal betreibt zu diesem Zweck aktiv Landschaftspflege und bietet Exkursionen an.

Kathrin Hauser

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