Eine Statue von Justitia
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Das Gericht entschied gegen den 23-Jährigen. Er muss in einem Klinikum für Nervenerkrankungen bleiben.

Gericht: Somalier muss in Nervenklinik

23-Jähriger hörte die Stimme des Teufels

  • Angela Walser
    vonAngela Walser
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Stimmen im Kopf führten bei einem schizophrenen Mann aus Schongau zu bedrohlichen Szenen. Das Landgericht entschied jetzt: Der 23-Jährige muss in einem Klinikum für Nervenerkrankungen bleiben.

Schongau - Im Spätsommer 2019 war der Mann zu einer Gefahr für seine Umwelt geworden. Zunächst bedrohte er in Schongau eine Nachbarin. Als die herbeigerufenen Polizisten unbeabsichtigt auf seinen Gebetsteppich traten, rastete der Somalier aus. Er trat einem Beamten gegen den Kiefer, einem anderen gegen den Oberarm und verpasste beiden kleine, aber schmerzhafte Verletzungen. Einem Bekannten drohte er, ihn zu köpfen, einem anderen prophezeite er, dass der Teufel ihn töten werde. Irgendwann tauchte er in der Asylunterkunft in Schongau auf, wo er einen Bewohner bedrohte und Mitbewohner eingreifen mussten.

Gericht blieb keine andere Wahl

Eine halluzinatorische Schizophrenie war offenbar Ursache für sein Verhalten. Der Flüchtling bekam Medikamente, die er aber immer wieder absetzte. Auch in der Psychiatrie hatte er die Mittel verweigert. Deshalb kam es zu stimmlichen Beeinträchtigungen in Form eines Teufels. Der tauchte beim Angeklagten wiederholt auf und ließ das Gericht zu keiner anderen Entscheidung gelangen, als dass es gegen den 23-Jährigen eine Unterbringung in einem Nervenkrankenhaus beschloss. Dort muss der Angeklagte nun erst einmal bleiben, bis sich sein Zustand merklich verbessert hat.

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