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Doch kein Weihnachtsmarkt in Schongau - Veranstalter sagt schweren Herzens ab

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Von: Theresa Kuchler

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Auf einen Weihnachtsmarkt muss Schongau auch in diesem Jahr verzichten.
Auf einen Weihnachtsmarkt muss Schongau auch in diesem Jahr verzichten. © Hans-Helmut Herold/Archiv

Endlich wieder Weihnachtsmärkte – darauf haben sich in diesem Jahr schon viele Menschen gefreut. Aufgrund der pandemischen Lage rudern nun aber viele Veranstalter zurück. Auch in Schongau hat man sich schweren Herzens für eine Absage entschieden.

Schongau – Das hatte sich Hermann Gleich anders vorgestellt. Noch vor wenigen Wochen sprach er über die Pläne zum diesjährigen Weihnachtsmarkt, den er regelmäßig in Schongau organisiert und der nach einem Jahr Pause endlich wieder hätte stattfinden sollen. Schon groß war die Vorfreude auf unbeschwertes Glühweintrinken, weihnachtliche Konzerte und Kutschfahrten durch die Altstadt. Doch in Anbetracht der sich rasant entwickelnden Infektionslage wurden die Veranstalter deutschlandweit dazu gezwungen, sich noch einmal über das Abhalten der weihnachtlichen Großveranstaltungen Gedanken zu machen. Vielerorts stufte man das Risiko als zu hoch ein und sagte die Märkte inzwischen wieder ab. Und auch in Schongau fiel am gestrigen Montag die Entscheidung: Der Weihnachtsmarkt findet nicht statt.

„Wegen der Inzidenz ist es einfach zu schwierig“, erklärt Gleich die Absage, die ihm wahrlich nicht leicht fiel. Der Veranstalter traf sie nach Rücksprache mit der Stadt – sie sei allerdings bereits absehbar gewesen. „Es hat sich schon in den letzten Wochen herauskristallisiert, dass der Markt wahrscheinlich nicht stattfindet“, sagt Gleich. Man habe ja auch mitbekommen, dass viele Weihnachtsmärkte im Umland bereits gestrichen wurden.

Eine Umzäunung des Marktbereichs wäre nicht in Frage gekommen

Für Hermann Gleich stand von vorn herein fest, dass es in Schongau nur dann einen Weihnachtsmarkt gibt, wenn dies ohne größere Einschränkungen möglich ist. Etwa eine Umzäunung des Marktbereiches, die für ein kontrolliertes Besuchergeschehen von Nöten ist, wäre für ihn nicht in Frage gekommen. Zum einen, weil er die umliegenden Geschäfte durch einen Zaun gewissermaßen „aussperren“ müsste. Des Weiteren ist sich Gleich sicher: „Die Leute wollen sich auf dem Weihnachtsmarkt frei fühlen.“ Eine Umzäunung bewirke da genau das Gegenteil.

„Schongau soll kein Hotspot werden“

Zwar ist man frustriert, dass es heuer wieder nichts wird mit dem gemeinsamen Zelebrieren der Vorweihnachtszeit in der Schongauer Altstadt. Aber immerhin kann sich der Veranstalter so auf der sicheren Seite fühlen. „Ich würde nicht wollen, dass Schongau zu einem Hotspot wird.“ Und diese Gefahr bestünde seiner Meinung nach – vor allem, wenn die Menschen aus den umliegenden Gemeinden auf den Schongauer Marienplatz kämen, weil schon die „eigenen“ Weihnachtsmärkte nicht stattfinden. „Das will ich nicht verantworten“, so Gleich.

Oder aber das Gegenteil sei zu befürchten: Wenn die Besucher ganz ausbleiben – aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus. Beide Szenarien will der Organisator nicht riskieren. So bleibt erneut, auf das nächste Jahr zu hoffen. Hermann Gleich jedenfalls versucht, optimistisch zu bleiben: „Wir freuen uns darauf, wenn es endlich wieder geht.“

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