+
Zurück im Schnee: Der Schongauer Ski-Rennfahrer Fritz Dopfer hat nach knapp zweimonatiger Verletzungspause im Pitztal seine ersten Testläufe absolviert.

Erste Schwünge im Pitztal

Dopfer zurück auf der Piste: „Endlich wieder Skifahren“

  • schließen

Knapp zwei Monate war Fritz Dopfer wegen einer Adduktoren-Verletzung außer Gefecht. Jetzt hat er seine ersten Schwünge auf der Piste gemacht - mit Erfolg.

Schongau – Fritz Dopfer ist keiner, der sein Leben – wie viele andere Spitzensportler – täglich über die sozialen Netzwerke der Welt präsentiert. Wer ihm auf Facebook oder seit April auch auf Instagram folgt, muss schon mal ein paar Wochen warten, bis der Schongauer etwas von sich hören lässt. Umso erfreulicher, dass Dopfer am Montag etwas Gutes zu verkünden hatte: Er postete ein Foto, das ihn in DSV-Montur auf Skiern am Pitztaler Gletscher zeigt – breites Lächeln inklusive. Der dazugehörige Text: „Nach knapp zwei Monaten war ich heute endlich wieder auf der Piste und konnte Freifahren. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück – und ein gutes Gefühl, wieder im Schnee zu stehen.“

Anfang August hatte ein Adduktorenanriss Dopfer außer Gefecht gesetzt. Der 31-Jährige brach daraufhin das Trainingslager in Zermatt ab und ließ sich fortan konservativ behandeln. Auf eine Operation, die wohl zur Diskussion stand, verzichtete er bewusst, wie sein Vater, Fritz Dopfer sen., im Gespräch mit der Heimatzeitung erklärt: „Das wäre nach der langen Verletzungspause im Vorjahr für den Kopf ganz schlecht gewesen.“ Damals hatte er sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.

Keine Schmerzen nach Testläufen

Die ersten Testläufe – am Montag auf Riesenslalom-, gestern auf Slalom-Ski – waren laut Dopfer sen. ein Erfolg. „Fritz hatte keine Schmerzen, was schon einmal das Wichtigste ist“, sagt er. „Außerdem hat er einen sehr positiven, glücklichen Eindruck auf mich gemacht.“ Freilich hatten die Schwünge im Pitztal noch wenig mit der Intensität eines Renn-Trainings zu tun. Dopfer will sich schrittweise herantasten. Den Einstieg bei den Team-Einheiten peilt er laut seinem Vater in „den kommenden ein bis zwei Wochen“ an.

Das große Ziel ist die WM in Are

Hoffnung, dass Dopfer sogar bis zum Saisonstart am 28. Oktober in Sölden (Österreich) fahrbereit ist, besteht zwar. All zu groß ist sie jedoch nicht. „Das wird wirklich zach“, räumt Dopfer sen. ein. Der Fokus liegt heuer jedoch eh auf einem anderen Termin: Wenn zwischen 5. und 17. Februar 2019 die alpine Ski-Weltmeisterschaft im schwedischen Are steigt, will Dopfer bei vollen Kräften sein. „Das ist das große Ziel.“

Mit der WM hat Dopfer noch eine Rechnung offen. 2017 war er verletzt zum Zusehen verdammt, konnte seinen Vize-Titel nicht verteidigen. Sein Vater sagt: „Wir wünschen uns alle, dass er dieses Mal wieder vorne mitfährt.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Europawahl im Landkreis Weilheim-Schongau: Grüne stabil stark, CSU und ÖDP Gewinner
Die Europawahl im Landkreis Weilheim-Schongau hat drei Sieger: Die CSU, die sich im Vergleich zur Europawahl 2014 und auch zur Landtagswahl vergangenes Jahr gesteigert …
Europawahl im Landkreis Weilheim-Schongau: Grüne stabil stark, CSU und ÖDP Gewinner
Kellerbrand in Schönberg
Zu einem Feuerwehreinsatz kam es am Samstagabend um 19.30 Uhr in Schönberg. Im Keller des Hauses hatte sich viel Rauch entwickelt.
Kellerbrand in Schönberg
Magische „Soffl-Fete“ geht ins 25. Jahr
Eigentlich wollte Peter Schauer 1994 im Stadel seiner Eltern nur den 25. Geburtstag feiern und nebenbei seine DJ-Künste unter Beweis stellen. Aus der Geburtstagsparty in …
Magische „Soffl-Fete“ geht ins 25. Jahr
Kinsauer Maibaum muss weg
Damit hatte in Kinsau niemand gerechnet: Eine Überprüfung ergab, dass der Kinsauer Maibaum morsch ist. Die Feuerwehr zersägt ihn jetzt. 
Kinsauer Maibaum muss weg

Kommentare