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Dr. Stefan Günter leitet nun den Steuerungsverbund Psychische Gesundheit im Landkreis Weilheim-Schongau

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Sie leiten den Steuerungsverbund Psychische Gesundheit im Landkreis Weilheim-Schongau: (v.l.) Ingo Remesch, Stefanie Hefele, Stefan Günter, Simone Strommer und Wolfgang Schuppert.
Sie leiten den Steuerungsverbund Psychische Gesundheit im Landkreis Weilheim-Schongau: (v.l.) Ingo Remesch, Stefanie Hefele, Stefan Günter, Simone Strommer und Wolfgang Schuppert. © Kindlmann

In der Mitgliederversammlung des Steuerungsverbundes Psychische Gesundheit wurde deutlich, welche Hilfen in den mittlerweile 50 Einrichtungen im Landkreis angeboten werden. Mit in diese Versammlung eingebunden war die Wahl des Vorstandes.

Landkreis – Im Jahr 2021, zum 25. Jubiläum, konnte keine Veranstaltung durchgeführt werden. „Deswegen freuen wir uns umso mehr, die Vertreter unserer gemeinde- und wohnungsnahen Psychiatrieversorgung an einen Tisch zu bekommen“, sagte mit Peter Walter der scheidende Bereichsleiter des Steuerungsverbundes. 33 waren es, die Corona-beding großzügig in der Schoßberghalle Platz gefunden hatten.

Walter freute sich über diesen „Haufen Mitarbeiter“. Er appellierte: „Verlieren Sie nicht die Kraft, sich in diesen Einrichtungen einzusetzen, halten Sie durch.“

Aufgabe des Steuerungsverbundes, Geschäftsführer ist Ingo Remesch, ist die Koordination und Vernetzung von Angeboten der ambulanten, teilstationären und stationären Psychiatrieversorgung im Landkreis Weilheim-Schongau. Dazu gehören Hilfen für Helfer, Hilfen für Kinder, Jugendliche und Frauen bei seelischer und sozialer Not, Hilfen für Senioren sowie Hilfen für Erwachsene. „Es gibt keinen falschen Zeitpunkt dafür, sich Hilfe zu holen“, betonte Ingo Remesch, Sachgebietsleiter im Landratsamt.

Ein paar Flaschen guten Wein zum Abschied überreichte Dr. Stefan Günter (li.) an seinen Amts-Vorgänger Peter Walter.
Ein paar Flaschen guten Wein zum Abschied überreichte Dr. Stefan Günter (li.) an seinen Amts-Vorgänger Peter Walter. © Kindlmann

Ein wesentlicher Punkt der Mitgliederversammlung war die Aufnahme neuer Mitglieder in den Steuerungsverbund. Dazu gehörten die Lebenshilfe Schongau mit Sitz in Polling, die Notfallseelsorge im Landkreis mit 33 Notfallseelsorgern, die Alzheimer Gesellschaft Lechrain und der Angehörigen-Beirat der Diakonie Herzogsägmühle sowie die Oberbayern-Initiative.

Außerdem gab es noch etliche Anträge: Einer davon war der von Dr. Karl Breu, der im Landkreis die Interessen von 845 niedergelassenen Ärzten vertritt. Er plädierte dafür, dass im Landkreis eine „Stationsäquivalente Behandlung“ (StäB) aufgebaut werden sollte.

Thema stationsäquivalente Behandlung

Michael Asam, Altbürgermeister von Peiting und Bezirksrat, wies darauf hin, dass dazu eine Erhebung gemacht worden sei. Danach sei die Befürchtung groß, dass immer weniger Patienten ambulant behandelt werden könnten. Natürlich sei es wichtig, dass eine solche Einrichtung komme, es gebe viele Patienten, die stationär behandelt werden sollten. Letztlich würde das Vorhaben aber am Finanzierungsmodell des Bundes scheitern.

Dazu äußerte sich Katharina Kopiecny, Geschäftsführerin der Lech-Mangfall-Kliniken: Seit 2022 biete die Lech-Mangfall-Klinik in Peißenberg im Versorgungsgebiet Weilheim-Schongau die stationsäquivalente Behandlung mit 15 Plätzen an, um dem wachsenden Bedarf und der Nachfrage nach wohnortnaher stationärer Versorgung gerecht zu werden.

Einen kurzen Rechenschaftsbericht lieferte schließlich noch Peter Walter ab. Mit reichlich Applaus wurde er für seine jahrelange Arbeit verabschiedet. „Wir haben immer Deine ruhige, beharrliche Art geschätzt“, betonte Nachfolger Dr. Stefan Günter. Es sei eine Wahl in einer bewegten Zeit. Krieg in Europa und Corona hätten Berge von Arbeiten hinterlassen.

Thema Zentralklinikum

Eine StäB-Einrichtung bezeichnete er als herausragende Arbeit im Steuerungsverbund. Insgesamt sei die Krankenhaus-Landschaft im Umbruch. Zum Thema Zentralklinikum sagte Günter, da gehöre dann aber auch die Behandlung psychisch-Kranker dazu.

Bei der abschließenden Wahl des Vorstandes wurde Günter, seit 2013 im Landratsamt für Arbeit und Sozialpsychiatrie zuständig, zum Bereichsleiter gewählt. Seine drei Stellvertreter sind Simone Strommer (Leiterin Sozialpsychischer Dienst im Landkreis), Wolfgang Schuppert (Fachbereichsleiter psychische Gesundheit Jugendlicher) und Stefanie Hefele (Betriebsleiterin der Oberland- Werkstätten).

Das Grußwort der Marktgemeinde und als Gastgeber für diese Versammlung sprach in Vertretung des ersten Bürgermeisters Gunnar Prielmeier. Er erinnerte an den Bürgerentscheid zum Thema Marienheim. Danach sei klar, dass diese Einrichtung auch weiterhin im Peiting verbleibe. Nur eben an einem anderen Ort.

Walter Kindlmann

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